Anreise mit Hindernissen

Ich fliege für mein Leben gern. Daher war es auch nicht ganz so dramatisch, dass in unserer Anreise irgendwie der Wurm drin war.

Als das Flugzeug, das uns nach Houston bringen sollte, in Amsterdam vom vorangegangen Flug ausgeladen wurde, fielen offensichtlich größere Teile des Cateringinventars vom Gabelstapler und mussten erst repariert bzw. neu organisiert werden. Das brachte uns (bereits brav fertig angeschnallt im Flugzeug sitzend), die erste Verspätung von ca. 45 Minuten ein. Der Kapitän meinte es allerdings gut mit uns und das Entertainmentsystem mit seinen 100+ Filmen und Spielen wurde während der Wartezeit bereits zur Verfügung gestellt.

Nachdem alles erfolgreich verladen war und das Flugzeug aus der Parkposition herausgeschoben werden sollte, musste man leider feststellen, dass das zugewiesene Herausschiebefahrzeug (dafür gibt es mit Sicherheit eine vernünftige Bezeichnung) defekt war. Nach einiger weiterer Wartezeit (im Nachhinein würde ich vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt im Cockpit ausgeknobelt wurde, wer ans Steuer muss) verkündete der Kapitän, dass er glaubte, dass hier genug Platz wäre und sie würden es mal allein ohne das Fahrzeug probieren, dass Flugzeug vom Terminal wegzubewegen. Ein Raunen ging durch die Reihen, aber keine 15 Minuten später befanden wir uns tatsächlich auf der Startbahn auf dem Weg nach Amerika.

Auch wenn die Piloten ihr Möglichstes gaben und selbst die Concorde angesichts der Reisegeschwindigkeit vermutlich blass geworden wäre, konnten wir die Verspätung nicht mehr aufholen. Und da unsere Umsteigezeit zum Flug nach New Orleans ohnehin recht knapp bemessen war, konnte auch ein ambitionierter Sprint durch das Terminal, das Durchqueren der Einreisekontrollen in Höchstgeschwindigkeit und das liebevolle In-der-Schlange-nach-vorn-Durchfragen beim Zoll nicht verhindern, dass das Flugzeug nach New Orleans ohne uns abhob. Zum Glück gab es nur zwei Stunden später einen weiteren Flug, auf den wir ohne jedes Problem umgebucht wurden. So hatte außerdem auch das Gepäck eine realistische Chance, es mit uns nach New Orleans zu schaffen. 🙂

In New Orleans angekommen war sehr schnell ein bezahlbareres Uber-Taxi gebucht und der sehr freundliche Fahrer brachte uns zum Hotel im Stadtzentrum nur ein paar Minuten vom Kreuzfahrtschiffterminal entfernt, so dass wir am nächsten Morgen dorthin würden zu Fuß gehen können.

Leider mussten wir im Hotel feststellen, dass es in dem uns zugewiesenen Zimmer nur ein kleines statt zweier großer Betten gab. Da die Reise nun schon eine Weile dauerte und es an unserem Abreiseort mittlerweile 2 Uhr morgens war, fiel meine Reaktion nur bedingt verständnisvoll aus, als die Dame an der Rezeption meinte, das täte ihr leid, aber das Hotel wäre ausgebucht und sie hätten kein anderes Zimmer. Nach einigen Minuten lautstarken Lamentierens meinerseits an der Rezeption, das mir die Aufmerksamkeit zahlreicher anderer Hotelgästen sicherte, fand sich dann überraschenderweise doch noch ein Zimmer mit genügend Betten für uns alle und Schwierigkeiten beim Einschlafen hatte an dem Abend keiner von uns. 🙂

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