
Wir haben vor den Toren von Montpellier in einem hübschen Hotel direkt am Mittelmeer Quartier bezogen. Und was liegt da näher, als den größtem Teil des Tages faul am Strand liegend zu verbringen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Nach dem durchaus beeindruckenden Unwetter gestern, mussten die Ausflugssachen ja auch erstmal ausgiebig trocknen und wir uns von dem überraschenden Temperatursturz auf nur etwa 25 Grad erholen. Gut, dass uns heute wieder strahlend schöner Sonnenschein bei etwa 32 Grad Luft- und etwa 29 Grad Wassertemperatur geboten wurden und es von unserem Hotel aus einen direkten Zugang zum Meer gibt.

Da in unserer Familie aber nur einer die Sonne über längere Zeit wirklich gut verträgt und wir so schnell nicht wieder in der Camargue vorbeikommen, haben wir uns am späteren Nachmittag doch noch einmal aufgemacht, um nach den Flamingos, den weißen, wilden Pferden und den schwarzen Stieren der Camargue Ausschau zu halten. Und siehe da… wir haben sie gefunden, auch wenn das Bildmaterial dazu eher dürftig und nicht wirklich gut ist.



Da wir nun schon einmal im Rhône-Delta waren (zwischen den beiden Mündungsarmen der Rhône liegt die Camargue), entschieden wir uns noch bis nach Saintes-Maries-de-la-Mer weiterzufahren – ein kleiner Touristen- und Wallfahrtsort direkt am Meer mit einer hübschen Kirche im Zentrum und alten kleinen Häusern drumherum, von denen viele als Restaurant oder Café auf Touristen warten. Es war definitiv Zeit für einen kleinen Croque-Monsieur und das eine oder andere Crêpe sucrée. 🙂




Um nach Saintes-Maires zu kommen, kann man entweder die Strecke über die Schnellstraße oder die ruhige Route durch den Nationalpark wählen. Letztere ist nur tagsüber geöffnet, da hierzu mit einer Fähre der Bac du sauvage überquert werden muss. Aber wir waren zum Glück früh genug dran und teilten uns den Platz auf der Autofähre auch gleich noch mit einer Gruppe Reiter und ihren Camargue-Pferden.




Auf dem Rückweg nahmen wir (auch weil es schon recht spät war) die schnelle Route. Die Strecke ist anders aber kein bisschen weniger schön – weite Grasebenen, durchzogen von kleinen Flussläufen und Kanälen; hin und wieder Oliven- und Pinienbäume. Auf diesem Weg kommt man neben endlosen Wein- und Reisfeldern (falls ihr so ungläubig und unwissend seid wie ich vorher… ja, tatsächlich, es gibt einige Gegenden in Europa, in denen Reis angebaut wird) auch an mehreren Salinen vorbei, in denen in ausgedehnten Salzgärten das berühmte Fleur de Sel „geerntet“ wird.





Schließlich noch eben an einem der Stände am Straßenrand angehalten, um frisches Obst und Gemüse einzukaufen und vor dem Schlafengehen noch einmal fix in den Pool gehüpft… das Leben ist schön.






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