Nach einem ausgiebigen, französischen Frühstück im Hotel machten wir uns auf zu einem Erlebnisausflug in einen französischen Supermarkt, um uns mit mehreren kulinarischen Freuden einzudecken.

Anschließend nahmen wir am Flughafen von Montpellier die gute Seele der Familie zur Erweiterung der Reisegruppe in Empfang, auch um das Verhältnis von Erwachsenen und Kindern ins Gleichgewicht zu bringen, so dass die erwachsenen Reiseteilnehmer, was das Durchsetzen von Wünschen und Planen von Ausflügen angeht, zumindest eine theoretische Chance haben.
Dann ging es nach Argens-Minervois, wo wir nach einer kleinen theoretischen Einweisung und einer kurzen Probefahrt „unser“ Boot in Empfang nahmen. Für die nächsten sieben Tage ist nun die ‚Encassant‘ unser Zuhause.

Die aktuelle Planung sieht vor, dass wir bis nach Carcassonne und anschließend wieder zurück fahren und unterwegs die eine oder andere Burg, das eine oder andere französische Restaurant und das eine oder andere Weingut mitnehmen. Eine Strecke von insgesamt etwa 118km, auf der allerdings insgesamt 54 Schleusen durchfahren werden müssen.



Da wir erst spät aus Argens abgefahren sind, haben wir heute für den Anfang nur etwa 5km zurückgelegt und die ersten vier Schleusen hinter uns gelassen. Nach kaum erwähnenswerten Anfangsschwierigkeiten in Schleuse 1 und 2… (Gut, wenn einem der Schleusenwerter zuruft, dass einer aussteigen und die Schiffstaue befestigen muss. Schlecht, wenn man zu diesem Zeitpunkt die einzige verfügbare Leiter zum Aussteigen bereits verpasst hat. Aber zum Glück gibt es ja hilfsbereite Spaziergänger. :-))
…bei denen wir fast eines der Besatzungsmitglieder verloren hätten (ist doch überraschend schwer an einem Tau festzuhalten so ein Boot… also für einen 12jährigen), liefen das dritte und vierte Schleusen bereits hochgradig professionell ab. Nach den sieben Tagen können wir uns hier mit Schulungen im Zweifel sicherlich selbständig machen. So als zweites Standbein. 😀



Zwischen den Schleusen bleibt ausreichend Zeit, um die wunderschöne Landschaft drumherum und die Ruhe zu genießen, während das Boot – von unserem Kapitän souverän durch den Kanal und jede Schleuse gesteuert – mit etwa 8 km/h leise vor sich hin tuckert. Es ist wunderbares Gefühl dieses Zeit-haben, dieses Nirgendwo-hin-und-nirgendwo-sein-müssen. 🙂




Da die Schleuse kurz vor dem Örtchen Homps bei unserer Ankunft bereits geschlossen war, haben wir unser Schiffchen für die Nacht einfach an einem Baum am Ufer festgemacht. Die gute Fee hat für alle hungrigen Matrosen noch ein leckeres Abendessen gekocht und nun liegen wir an Deck und zählen Sternschnuppen…







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