Nach einem kleinen Zwischenstopp in Montpellier für ein wunderbares Frühstück und einem Abstecher zum Flughafen, wo wir uns von unserer guten Fee verabschieden mussten, erreichten wir am frühen Nachmittag Lyon. Nach den winzigen Örtchen der letzten Tage war die Großstadt Lyon (nach Paris und Marseille die drittgrößte Stadt Frankreichs) eine echte Abwechslung und nach unserem ‚kleinen‘ Stadtrundgang hatten am späten Abend alle ziemlich müde Füße und sich ihr Abendessen redlich verdient. 🙂

Dafür haben wir aber auch ein paar sehr schöne Ecken in dieser Stadt gefunden.

Auf drei Dinge trifft man in Lyon ausgesprochen häufig: Brücken, Fahrräder und Kirchen. Hauptgrund für die vielen Brücken ist das Zusammenkommen zweier großer Flüsse in Lyon – der Rhône und der Saône. An den Uferpromenaden beider Flüsse lässt sich wunderbar entlang schlendern. Breite Fußwege, hübsche Springbrunnen und ganz zufällig ein großes Freibad mitten im Zentrum der Stadt gleich an der Rhône.

Wenn man vom heutigen (modernen) Stadtzentrum aus die beiden Flüsse überquert, erreicht man Vieux-Lyon, die Altstadt von Lyon. Ein Restaurant am anderen, jede freie Ecke für ein kleines Bistro, ein Café oder einen Crêpestand genutzt… ich liebe diese Art Altstadt sehr.

Und dazwischen mein Traum von einem Laden… handgemachte Konfitüren, Liköre, Aufstriche, Schokoladen im Comptoir von Mathilde… ich würde sofort einziehen. 😀

Außerdem auf jedem größeren Platz eine Kirche. Die größte von ihnen – die Kathedrale Saint-Jean – ist eines der Wahrzeichen der Stadt und Sitz des Erzbischofs von Lyon.

Die Altstadt liegt am Fuß des Mont Fourvière. Auf diesem wurde vor etwa 2.000 Jahren die römische Siedlung Lugdunum gegründet. Der Name Lyon leitet sich übrigens von diesem römischen Namen ab und hat nichts mit dem „Löwen“ zu tun, wie man vermuten könnte.

Wenn man sich die vielen Stufen und steilen Wege hinaufgearbeitet hat, wird man mit einer wunderbaren Aussicht über die ganze Stadt belohnt und findet außerdem die beeindruckende Kirche Notre-Dame de Fourvière sowie den Tour de métallique – eine Art Mini-Eiffelturm – auf der Anhöhe.

Zusammen mit der Altstadt gehört die Basilika natürlich zum Unesco Weltkulturerbe. 😉

Für den Rückweg hinunter in die Stadt haben wir uns für die historische Standseilbahn entschieden, die die Unterstadt mit den Stadtvierteln auf dem Hügel verbindet.

Die Standseilbahn gehört zum regulären öffentlichen Nahverkehr von Lyon ebenso wie ein ausgebautes Fahrradverleihnetz, das sich ebenfalls mit den Bus- und Bahntickets nutzen lässt. Um die Menschen zur Fahrradnutzung zu ermutigen, ist die erste halbe Stunde Ausleihen pro Tag kostenlos. Keine schlechte Idee.

Die Unterstadt von Lyon besteht neben der historischen Altstadt auch aus einer modernen Fußgängerzone mit den für eine Großstadt typischen Geschäften und kleineren Parks an dieser und jener Ecke. Zusätzlich finden sich hier aber auch immer wieder Hinweise auf die kulinarische Bedeutung der Stadt. Wusstet ihr, dass einige der ganz großen Köche aus Lyon stammen und ihr Kochstil auf der typischen Lyoner Küche basiert?

Insgesamt haben wir in der kurzen Zeit natürlich nur einen kleinen Bruchteil der Stadt sehen können und allein für eine genauere Bewertung der Lyoner Küche lohnt sich ein Wiederkommen. 😉

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