Taormina ist einfach zauberhaft. Ein kleines Küstenstädtchen, zum größten Teil in etwa 200m Höhe auf einem Felsen – dem Monte Tauro – gelegen und mit allem ausgestattet, was es für einen Bilderbuchort braucht – wunderbar mildes Klima, Strände, eine niedliche kleine Insel, reichlich historische Stätten und Kirchen, eine wunderhübsche Fußgängerzone, allerhand Ausflugsziele in naher Umgebung und einen aktiven Vulkan im Hintergrund. Was will man mehr?!  🙂

Das Zentrum von Taormina – die Fußgängerzone zwischen den zwei erhaltenen antiken Stadttoren oben auf dem Monte Tauro – lässt sich entweder zu Fuß, mit Hilfe der Seilbahn oder mit dem Auto erreichen, wobei das Auto von den dreien definitiv die abenteuerlichste Methode darstellt. In dem kleinen Städtchen drängen sich die Häuser dicht aneinander und bis nah an die Felsenkante heran. Die engen Straßen bieten kaum genug Platz für ein Fahrzeug, geschweige den für zwei. Ein Grund dafür, dass die meisten Straßen in Taormina Einbahnstraßen sind. Parken dürfen in Taormina selbst nur Anwohner und Hotelgäste sofern das Hotel entsprechende Parkmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Wer ein Hotel ohne Parkplatz gebucht hat, muss entweder auf ein Hotelshuttle hoffen oder den Weg nach oben vom zentralen Parkplatz weit unterhalb des Örtchens zu Fuß zurücklegen. Bürgersteige sind auf diesem Weg allerdings nur sehr sporadisch vorhanden. Wobei man sich – angesichts der interessanten Fahrweise der Einheimischen – auch dort nie so ganz sicher fühlt. 🙂

Der Parkplatz unseres Hotels war gefühlt in etwa so groß wie eine Briefmarke und über eine Einfahrt mit vermutlich um die 35 Grad Gefälle zu erreichen und wir waren sehr dankbar dafür, dass es einen Parkservice des Hotels gab, der das Ein- und Ausparken und das Vor-der-Tür-Bereitstellen der Autos übernahm. Ich nehme an, dass das Hotel irgendetwas wie Beamen oder Telekinese anwendet – anders kann ich mir nicht erklären, wie auf dem winzigen Parkplatz stellenweise bis zu 10 Autos Platz fanden und (kratzerfrei) bewegt wurden

Die Fußgängerzone von Taormina hat vermutlich irgendein Ferienortplaner auf dem Reißbrett entworfen: kleine Gassen mit zahllosen Geschäften, Kneipen und Restaurants. Hier und da eine hübsche Kirche oder ein antikes Theater und etwas außerhalb ein wunderschöner, großer Garten mit Pflanzen aus aller Welt, liebevoll angelegten Wegen, Statuen und Skulpturen und etwas ungewöhnlich anmutenden Gebäuden. Einfach wunderschön. Obgleich ich mir vorstellen kann, dass das Örtchen im Sommer von Touristen nur so überrannt wird. Wahrscheinlich verliert es dann ein wenig von seinem Charme.

Die besondere Lage von Taormina garantiert außerdem eine grandiose Aussicht auf das Ionische Meer und die Nachbarorte.

Wem die Aussicht nicht ausreicht, der kann sich auf den Weg nach Castelmola machen, auf dem Gipfel des Monte Tauro. Der Weg führt steil bergauf und man benötigt bis zum Gipfel – vorbei an der kleinen Wallfahrtskirche Madonna della Rocca – etwa eine Stunde. Die Aussicht und der hübsche kleine Ort Castelmola mit seiner mittelalterlichen Kastell-Ruine sind die Anstrengung aber auf jeden Fall wert.

Am Fuß des Monte Tauro liegt der untere Teil von Taormina direkt am Meer. Und genau vor dem Örtchen – über eine Sandbank zu Fuß zu erreichen – Isla Bella. Eine wunderschöne kleine Insel mit vielen exotischen Pflanzen und Tieren. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde mitten im glasklaren türkisfarbenen Meer.

Taormina und seine Umgebung sind auf jeden Fall eine Reise wert.

Eine Antwort zu „Taormina”.

  1. Avatar von Anita Müller
    Anita Müller

    Wenn ich die Bilder sehen, kommt es mir vor, als ob wir gestern dort waren. Wir empfanden Taormina auch so bezaubernd. Danke für die Erinnerungen. Der Blick auf das antike Theater ist auch mein Computerbild. LG,Anita

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