Wenn auch reichlich verspätet, wollte ich euch doch die letzten beiden Stopps unseres Sizilien-Ausflug nicht vorenthalten. Vom Ätna ging es zunächst quer durch das Inland in den Südwesten der Insel. Die Landschaft hier ist wirklich wunderschön. Endlose Hügellandschaften in allen Grüntönen, die die Farbpalette zu bieten hat. Ich denke, für einen entspannten Wanderurlaub wäre man hier durchaus an der richtigen Adresse.

Agrigento und sein Umland sind vor allem für zwei Dinge bekannt: Die Scala dei Turchi (sinngemäß die ‚türkische Treppe‘) und das Tal und der Tempel. Bei der Scala dei Turchi handelt es sich um eine weiße Felsformation, die aussieht, wie eine riesige Treppe, die ins Meer hinein führt.

Eigentlich ist der Zugang mittlerweile verboten und der Weg über den Strand ist auch durch eine entsprechende Absperrung blockiert… einigen Touristen schien das Betreten der Klippen aber so wichtig, dass sie dafür auch ein kurzes, durchaus frisches Bad im Mittelmeer in Kauf nahmen. Wie gehörten nicht dazu. 😉

Zwar sind die Felsen durchaus hübsch anzusehen allerdings erscheinen sie bei Weitem nicht so spektakulär, wie der eine oder andere Reiseführer glauben macht. Die Aussicht vom dafür vorgesehenen Aussichtspunkt reichte uns völlig aus. 😊

Nach den weißen Felsen war es mal wieder dringend Zeit für ein Unesco Weltkulturerbe: Die Überreste der antiken Stadt Akragas ein wenig südlich von Agrigent. (Allein die deutsche Übersetzung der Unesco-Tafel ist sehenswert. :-D)

Hier finden sich im Tal der Tempel zahlreiche noch recht gut erhaltene Gebäude (Tempel) der damaligen griechischen Stadt – viele wirklich beeindruckende Bauwerke bedenkt man die Kenntnisse und Möglichkeiten der damaligen Zeit um 600 v. Chr.

Die Bezeichnung ‚Tal der Tempel‘ ist dabei auf den ersten Blick ein ganz kleines bisschen irreführend – schließlich liegen die Gebäude fast ausschließlich auf einem Hochplateau, von welchem aus man in das das Plateau umgebende Tal blicken kann.

Der Stadtkern der heutigen Stadt Agrigento liegt jedoch auf einem Hügel oberhalb des Tals und dem Hochplateau in seiner Mitte – daher sieht man vom Stadtzentrum aus hinab in das Tal der Tempel.

Die Anlage ist sehr groß und man muss sich reichlich Zeit nehmen, wenn man jeden Tempel im Detail besichtigen will. Vielleicht haben wir dann doch die eine oder andere Tempelruine, ein Stück der Stadtmauer und vielleicht auch ein oder zwei Grabstätten auf unserem Weg ausgelassen, aber für einen mehr als guten Eindruck dieser ehemals bedeutenden und beeindruckenden griechischen Metropole auf Sizilien hat unser ca. 2 Stunden Besuch doch ausgereicht. Definitiv ein sehenswertes Stück Geschichte.

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