Letzter Stop in Alaska war die Stadt Ketchikan ganz im Süden von Alaska am Eingang zur Inside Passage – den vielen Wasserwegen an der Westküste mit all den spektakulären Landschaften, die schließlich in der Glacier Bay im Norden enden.

Die Stadt selbst ist schnell gesehen und zum größten Teil auf Fischfang und industrielle Fisch-/Lachsverarbeitung ausgerichtet. In Skagway hatten wir die Lachse in den Flüssen schon springen sehen, wenn sie aus dem Meer ins Süßwasser zurückkehren, um dort, wo sie geboren wurden, ihre Eier abzulegen.


Sehenswert fand ich allerdings (abgesehen von mehreren Totempfählen in der Stadt und einer Skulptur am Hafen, die jeweils an die Kultur der und Verbundenheit mit den Ureinwohnern erinnern sollen) die Gegend um die Creek Street. Holzhäuser auf Pfählen gebaut um eben jenen Creek herum, den die Lachse hinauf wandern. Früher befand sich hier das Rotlichtviertel von Ketchikan und zahlreiche Schilder erinnern daran.





Ketchikan ist neben seinen zahlreichen Fjorden aber vor allem für drei Dinge berühmt: Alaska-Lachs, den Tongass-Regenwald und die Kultur der Ureinwohner Alaskas. Von diesen dreien fiel unsere Wahl für das heutige Ausflugsziel auf den Tongass National Forest – den größten Nationalforst der USA. In diesem Gebiet gibt es im Jahr so viel Niederschlag, dass über die Jahrhunderte ein gemäßigter Regenwald entstanden ist.



Wir hatten beschlossen, den Wald sowohl zu Fuß als auch per Mountain Bike zu erkunden. Der Ausflug war superschön und da wir schon sehr früh unterwegs waren, hatten wir den Wald fast für uns allein. Schwarzbären, vor denen wir gewarnt worden waren, liefen uns allerdings keine über den Weg. Die Jungs und ich waren uns nicht ganz einig, ob wir darüber eher erfreut oder enttäuscht sein sollten. 😉

Was uns an Getier begegnete, waren vor allem Schnecken aller Art. Die Begeisterung unserer Tourleitung über die verschiedenen Exemplare konnte ich allerdings nur sehr bedingt teilen. Das kleine Musketier hat dagegen vor so etwas überhaupt keine Scheu und nahm jedes Tier auch voller Freude in die Hand. Dass der Schleim der Tiere zu einem Taubheitsgefühl in der Hand führt, das durchaus mehrere Stunden anhalten kann, erzählte die Leiterin erst danach – Jon fand’s lustig. 😀

Wir fuhren mit den Rädern bis zu einem Stausee, von dem aus eine alte Pipeline aus Holz seit den 50er Jahren Wasser bis nach Ketchikan führt.


Anschließend noch ein hübsches kleines Picknick mitten im Wald. Unberührte, geschützte Natur ist etwas sehr Schönes. 🙂







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