Wie es sich gehört, begrüßte uns Hawai’i an unserem ersten Morgen mit einem wunderschönen Sonnenaufgang über dem Meer. 🙂

Kaua’i, die erste der drei Inseln, die wir auf unserer kleinen Rundreise besuchen, wird aufgrund seiner reichen Vegetation auch als die Garteninsel bezeichnet. Hier ist es einfach überall so wunderschön grün. Hauptgrund dafür ist – abgesehen von der Lage im tropischen Klima – regelmäßiger Niederschlag. Das Gebiet um den erloschenen Vulkan Wai’ale’ale im Zentrum der Insel konkurriert mit einem Ort in Indien tatsächlich um den Titel ‚regenreichster Ort der Erde‘.

Davon haben wir an unserem ersten Ausflugstag allerdings abgesehen von ein paar tiefhängenden Wolken noch nichts gemerkt. 🙂 Auf dem Plan für heute stand eine Wanderung auf dem ersten Teil des Kalalau Trail entlang der Na Pali Coast, der Steilküste im Norden von Kaua’i, die nur zu Fuß oder per Boot erreichbar ist.

Ganz Hawai’i ist ja vulkanischen Ursprungs und an der Na Pali Küste hat man einen besonders spektakulären Blick auf fast 1.000m hohe Lavafelsen. Der Trail führt direkt an der Küste lang, vorwiegend durch durch dichten Regenwald, über mehrere kleine Flüsse und vorbei an zahlreichen Wasserfällen.

Der komplette Wanderweg hat eine Länge von ca. 11 Meilen (etwa 18km). Wanderer, die die komplette Strecke in Angriff nehmen, campen in aller Regel am Ende des Trails (mit vorher eingeholter Sondergenehmigung) auf einem kleinen Strand und machen sich einen oder zwei Tage später wieder auf den Rückweg.

Unnötig eigens zu erwähnen, dass wir keine Ambitionen hatten, fast 40km quer durch den Regenwald und in vielen Abschnitten steil bergan zu wandern. (Man muss ja realistisch bleiben :-D)

Unser Ziel war der Hanakapi’ei Beach etwa 3,5km vom Eingang des Na Pali Coast Nationalparks entfernt. Mit besonderem Einsatz war es mir gelungen, eine der 100 Genehmigung, die pro Tag für die Einfahrt in den Park mit dem Auto vergeben werden, zu ergattern. Also parkten wir am Rand des Ke’e Beach und machten uns – zum Glück perfekt mit Wanderschuhen ausgestattet – auf zu unserer ersten Wanderung.

Es ist warm auf Kaua’i. Und die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch. Ein paar Mal hatte ich Sorge, ob wir genug Wasser mitgenommen hatten, zumal davon abgeraten wird, das Wasser aus Flüssen zu trinken, da hier an manchen Stellen ein Bakterium vorkommt, dass einen wohl ziemlich krank machen kann. Nichtsdestotrotz wurde jeder Flusslauf für eine kurze Rast genutzt und Caps und T-Shirt von den Jungs stellenweise komplett ins Wasser getaucht, um ein wenig Abkühlung zu bringen.

Der Weg ist steil und sehr uneben und…. spektakulär! Jeder anstrengende Schritt und jeder schweißtreibende Anstieg hat sich für den unglaublichen Ausblick, der sich uns unterwegs bot, gelohnt.

Und der abgelegene Hanakapi’ei Strand, die Stelle an der der Hanakapi’ei Fluss ins Meer mündet und die nur wenige Menschen jeden Tag über den Trail erreichen, war ein mehr als würdiges Wanderziel.

Die Wellen und Strömungen sind an diesem Strand oft zu rau und stark, um ausgiebig baden zu können, aber das tut der Schönheit dieses Ortes überhaupt keinen Abbruch.

Auf der Rückfahrt dann noch ein ganz kurzer Foto-Zwischenstopp am Hanalei Valley Lookout – einem Aussichtspunkt von dem aus man weit ins grüne Hanalei Tal mit seinen ausgedehnten Taro-Feldern und dem Namolokama Mountain im Hintergrund blicken kann.

Ich bin schon gespannt, was uns morgen alles weh tut. 😀

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