Im Zentrum des heutigen Tages stand der Wailua River. Wir fuhren ein Stück ins Inselinnere mit einem ersten Stop am Aussichtspunkt der Õpaeka’a Falls – ca. 45m hohe Wasserfälle, zu denen man allerdings nicht wandern kann (zumindest nicht auf einem offiziellen Wanderpfad) und die man daher nur aus der Ferne bewundern kann. Diese Wasserfälle gehören zu den wenigen auf Kaua’i, die direkt von der Straße aus zu sehen sind.


In kurzer Entfernung zu den Wasserfällen hat man von der gegenüberliegenden Straßenseite aus einen wunderschönen Blick über das Tal des Wailua Flusses – mit seinen 32 km der längste Fluss auf Kaua’i und drittlängster Fluss von ganz Hawai’i. Es handelt sich auch um den einzigen schiffbaren Fluss von Hawai’i – also für alles, was größer als ein Kajak ist. 🙂


Auf der Anhöhe, von der sich dieser Anblick bietet, findet sich eine weitere Sehenswürdigkeit von Kaua’i in Form eines hawaiianischen Tempels – die Überreste eines Heiau.

Dieser Heiau – benannt nach der Schneegöttin Poli’ahu (übrigens eine Schwester der Göttin Pele – damals zuständig für Feuer, Blitze, Vulkane und Gewalt ganz allgemein und Gegenspielerin von Poli’ahu nach dem typischen kalt-gegen-warm, gut-gegen-böse Prinzip) – war dem Kriegsgott Kū gewidmet. Diesem Gott wurden in der Hawaiianischen Religion auch durchaus Tier- und Menschenopfer gebracht. Dies war damals nicht bei allen Göttern notwendig.
Heiaus wurden zweckgebunden errichtet und den entsprechenden Göttern gewidmet. So gab es Heiaus zur Heilung von Krankheiten, Heiaus, die helfen sollten, Regen zu bringen, andere, um den Regen stoppen. Heiaus für Erfolg bei weiten Reisen oder eben solche für Siege im Krieg. (Die mit den Menschenopfern.)
Heiaus waren (und sind für viele Einheimische immer noch) heilige Stätten, errichtet aus Aloha (Respekt!) vor den hawaiianischen Göttern. Viele durften daher nur von einem Kahuna (Priester) oder einem Ali’i (den jeweiligen Chiefs / Herrschern) betreten werden.
Die Grundstruktur besteht immer aus einem nicht allzu hohen Rahmen von aufgeschichteten Lavasteinen. Im Inneren fanden sich dann entsprechende religiöse Einrichtungen wie ein Altar oder heilige Statuen. Alles sehr schlicht.



Anschließend führte uns unser Ausflug hinunter ans Flussufer zu einem Kajakverleih. Unser Ziel waren die Secret Falls – ein Wasserfall, den man nur vom Fluss aus erreichen kann.



Nach ca. 15 Minuten sehr entspanntem Vor-uns-hin-Paddeln (ok, ich gebe zu, ich habe viel Paddeln lassen :-)) erreichten wir den Eingang zum Trail, der zu den Secret Falls führt. Die Wanderung dauert nur ca. 30 Minuten und verläuft ohne nennenswerte Anstiege. Allerdings quer durch den Regenwald, über einiges an Wurzeln und Steinen und inklusive mehrerer Flussdurchquerungen. Landschaftlich wieder einfach nur großartig und aus Sicht der Jungs besser als jeder Abenteuerspielplatz. 😀









Nach den Wanderschuhen gestern erwiesen sich jetzt die mitgebrachten Wasserschuhe als äußerst praktisch. (und stylisch noch dazu ;-))

Die Secret Falls selbst sind nicht nur toll anzusehen sondern auch man kann sie auch aus wirklich nächster Nähe erleben, so dass es sich die Herren natürlich nicht nehmen ließen, sich einmal unter einen echten Wasserfall zu stellen. 🙂


Auf dem Rückweg noch vorbei am heiligen King’s and Queen’s bath….

…und mit unserem Kajak noch ein Stück weiter den Fluss hinauf, zu einer Stelle, die als das Swimming hole bekannt ist, weil der Fluss hier ein ganzes Stück tiefer ist, so dass sich ausgiebig schwimmen lässt. Tatsächlich sogar so tief, dass man an einer besonderen Stelle von den Felsen aus etwa 4 Meter Höhe direkt in den Fluss springen kann. Dreimal (Viermal ;-)) dürft ihr raten, wer das natürlich unbedingt einmal (mehrmals) ausprobieren musste. 😋


Dann zurück gepaddelt und weitergefahren zur Südküste der Insel nach Waimea, wo wir ein wunderhübsches Cottage direkt am Meer bezogen haben.


Als Tagesabschluss noch einmal Schwimmen im Meer… dazu der Sonnenuntergang über einem Strand mit schwarzem Sand. Hier muss dann doch wohl so etwas wie das Paradies sein. 🙂









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