Also vielleicht waren wir heute ein wenig faul. So ein Urlaub ist ja aber auch anstrengend…

Da muss man je nach Familienmitglied bis 10 oder 11 Uhr im Bett liegen bleiben. Vom Bett dann mehr oder weniger ohne Umwege direkt ins Meer zu einer kleinen morgendlichen Schwimmrunde und dann ein hübsches Frühstück auf der Veranda des kleinen Cottages.

Anschließend noch ein paar Seiten im Buch lesen, das Kartenspiel zu Ende spielen… und Einkaufen für das Abendessen muss man ja auch noch. Also eigentlich… man kommt zu nix.

Irgendwann haben wir uns dann aber doch noch auf den Weg gemacht, um zumindest zwei ‚Must-Sees‘ von Kaua’i einen kurzen Besuch abzustatten.

Erstes Ziel: Spouting Horn. Teile der Südküste von Kaua’i sind bekannt für ihre hohen Wellen, die mit ordentlicher Kraft gegen die Küste prallen. (Der Name des Distrikts Po’ipū im Südosten der Insel bedeutet übersetzt auch in etwa ‚crashing waves‘.) Bei Spouting Horn handelt es sich um eine alte intakte Lavaröhre, die direkt im Meer endet und aus der das Wasser bei jeder größeren Welle begleitet von einer respektablen Geräuschkulisse mehrere Meter in die Höhe schießt.

Nach einer hawaiianischen Legende soll eine gigantische Echse hier einmal einen Jungen namens Liko verfolgt haben. Liko sprang ins Meer und schwamm durch die Lavaröhre zurück an Land. Die Riesenechse folgte ihm, blieb jedoch in der Röhre stecken. Bei jeder Welle, die durch die Röhre schießt, hört man jetzt das Fauchen der Echse.

Auf dem Weg zum zweiten Ziel des Nachmittags mussten wir dann noch drei kleine Zwischenstopps einlegen:

1. Bei Puka-Dog, dem besten Hotdogstand der Insel. Die verschiedenen Saucen wie Mango-, Ananas- oder Papaya-Relish, die man hier auswählen kann, klingen für uns ein wenig abenteuerlich und als würden sie nicht unbedingt zu einem Hotdog passen, aber ich kann euch versichern, sie waren einfach nur unfassbar lecker! Und wir können anhand einer durchaus zulässigen Stichprobengröße entscheiden. 😉 Dazu eine hausgemachte Limonade und hawaiianische Kartoffelchips – der perfekte Nachmittagssnack.

2. Bei JoJo’s Shave Ice – schließlich fehlte nach dem Hotdog ja noch der Nachtisch. Das Ganze hat ein wenig Ähnlichkeit mit einem Slush – sehr fein zerkleinertes Eis mit Sirup für den Geschmack – ist allerdings ein ganzes Stück fester und wird nicht getrunken sondern mit den Löffel gegessen. Man muss allerdings schnell sein. 😀

Unten als Basis gern noch eine Kugel Vanilleeis und als ‚Mütze‘ noch etwas gezuckerte und aromatisierte Kondensmilch – schon muss man sich über die Kalorien für den heutigen Tag auch keine Gedanken mehr machen. :-b

(Wir haben für den Anfang erstmal eins zum Teilen genommen – was die Portionsgröße angeht, herrschen halt auch hier amerikanische Verhältnisse.)

3. Bei der Captain James Cook Statue in Waimea als kleiner Kultur- und Geschichtsexkurs für den heutigen Tag. Am 20. Januar 1778 landete Cook mit seinem Schiff an der Südküste von Kaua’i – sein erster Landepunkt auf hawaiianischem Boden. Cook galt als erster Europäer auf Hawaii überhaupt. Statue und Gedenktafel sind relativ unspektakulär und an einer Stelle, die auch gut als Verkehrsinsel zwischen Hauptstraße und Supermarkt durchgehen könnte, aber angesichts des am Ende eher wenig positiven Verhältnisses zwischen Cook und den Hawaiianern finde ich es überraschend, dass es überhaupt solche ‚Monumente‘ gibt. (Dazu werdet ihr auf Big Island sicherlich noch etwas lesen. :-))

Das zweite eigentliche Tagesziel war der Waimea Canyon im Westen von Kaua’i. Angeblich soll Mark Twain ihn als den Grand Canyon des Pazifiks bezeichnet haben. Tatsächlich war Twain nie auf Kaua’i – insofern wird es wohl jemand anderes gewesen sein. 😀 Aber Tatsache ist: die Bezeichnung wäre dieser beeindruckenden Naturlandschaft durchaus würdig.

Der Canyon ist etwa 16km lang und über 1.000m tief. ‚Waimea‘ bedeutet übersetzt soviel wie ‚rötliches Wasser‘ und bezieht sich auf den Waimea River, der den Canyon über die Jahrhunderte geformt hat. Neben rotem Gestein hat der Fluss in dem spektakulären Canyon auch braunen und grünen Fels zurückgelassen. Zusammen mit der sehr unterschiedlichen Fauna dieses Gebietes wirklich ein imposanter Anblick.

Auf dem Rückweg zu unserer ‚Plantage‘ haben wir dann noch einen Strand entdeckt, der sich ganz hervorragend dafür zu eignen schien, sich dort von den Strapazen des Tages zu erholen. 😋 Ich meine, irgendwo muss man den Sonnenuntergang ja anschauen – warum nicht am Strand oder beim Schwimmen im Meer.

Morgen wollen wir mal schauen, ob wir ein paar Schildkröten entdecken können. Drückt uns die Daumen. 🙂

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