Wir lagen vor….

Vers, Bouziès, Laroque des Arcs, Arcambal, St-Géry und Tour de Fauvre… (und hatten Bier und Wein an Bord).

Kleine, alte und sehr liebenswerte Dörfer entlang des Lot. Manche mit einem winzigen Supermarkt, der zwar jeden Tag geöffnet hat, aber im Verlaufe des Tages mindestens 4 Stunden Mittagspause macht und bei dem es auf etwa 30 Quadratmetern die wichtigsten Teile der Grundausstattung zu erwerben gibt, wobei ca. 15 Quadratmeter auf das Weinangebot entfallen. 🙂

Etwa jedes zweite Dorf hat außerdem eine Bäckerei – wenn es nicht das Dorf in der Nähe des von uns gewählten Nachtankerplatzes war, sind wir vor dem Frühstück mit unserem Boot noch bis zum nächsten Dorf gefahren, um uns dort mit frischem Baguette und Croissants einzudecken. Hilfreiches Transportmittel für die Strecke vom Boot zur Boulangerie übrigens… unsere niedlichen, superleichten und sehr unbequemen Klappräder, die wir zum Boot dazu bekommen haben.

Sightseeing haben wir selbstverständlich auch gemacht. Wenn auch deutlich weniger als bei unserem letzten Hausbooturlaub – aber es ist einfach sehr warm und die Verlockung statt eines Kirchenbesuchs doch lieber noch einmal die Wassertemperatur zu testen oder sich auf dem Beiboot durch das Wasser ziehen zu lassen, war einfach zu groß. 😉
(Sollte sich das hinten am Boot befestigte Beiboot bei voller Fahrt losreißen, kann es übrigens eine ganze Weile dauern, bis das Boot zum Halten kommt und sowohl Beiboot als auch Musketier-Crew sich wieder sicher an Bord befinden. :-D)

Besonders schön fanden wir das Örtchen Vers und das gleich aus mehreren Gründen. Erstens ist es einfach ein wirklich hübsches Dörfchen mit schön dekorierten, alten Häusern, engen Gassen und kleinen Brücken über einen kleinen Nebenarm des Lot. Selbst einige der verfallenen Häuser haben noch einen ganz besonderen Charme, wenn sich der Wein an allen Ecken seinen Weg gesucht hat und an den Steinen emporrankt.

Zweitens gab es für die gute Fee eine gut sortierte Weinhandlung. Ein Besuch dort war für die Zufriedenheit des wichtigsten Crewmitglieds unerlässlich.

Drittens hatte das örtliche Hotel ein offenes W-Lan und nicht nur unsere Kinder standen ganz zufällig mehrere Stunden lässig an die Mauer des Hotel gelehnt mit dem Handy in der Hand und versuchten, Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen. Ein großartiges Bild. 😀 Und viertens gibt es etwas außerhalb von Vers eine kleine Keksmanufaktur mit angeschlossenem Mini-Keks-Museum. Die Keksmanufaktur, die man über einen hübschen Wanderpfad erreichen kann, liegt auf einer Anhöhe mit einer wunderschönen Aussicht über das Tal. Und erwerben konnte man alle Arten von Gebäck auch noch. In Vers war einfach für jeden etwas dabei. 🙂

Auch sehenwert war der Treidelpfad in der Nähe von Bouziès (in Bouziès selbst gibt es nicht wirklich etwas zu sehen). Hier wurde der Pfad von Hand in den Kalksteinfelsen gehauen, um auch auf diesem Abschnitt das Ziehen von Booten mit Hilfe von Pferden möglich zu machen.

Eigentlich wollten wir auch noch das Eisenbahnmuseum in St Géry besuchen, aber es war sooo warm. Also doch lieber baden und sonnen. 🙂 Zumindest haben wir Spuren der alten Eisenbahnlinie entlang des Lot gefunden und die alte Pumpstation, die das Wasser aus dem Lot zum Bahnhof hochgepumpt hat, um die Dampflokomotiven mit Wasser zu versorgen. Das ist ja fast wie ein Museumsbesuch.

Die eine oder andere kleine Kapelle haben wir natürlich auch mitgenommen. Nur ungefähr 15 Minuten Fußweg von unserer Anlegestelle entfernt, aber hey, immerhin ging es bergauf. Und man soll es im Urlaub mit der Anstrengung ja auch nicht übertreiben. 🙂

Ach so… und falls ihr euch fragt, was denn die Einheimischen hier jeden Tag so machen… ich denke, sie spielen den ganzen Tag Boule. Egal wann wir wohin kamen, immer trafen wir auf größere Menschenansammlungen, die Boule spielten. Egal ob bei 38 Grad in der prallen Sonne. Und egal wie klein der Ort. Mindestens einen Platz zum Boule-Spielen hatten sie alle. 😀

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