Canyons & Wasserfälle

Bei unserer Reise einmal um die Insel war heute der Weg das eigentliche Ziel. Die Strecke führte uns von Mývatn aus zunächst Richtung Norden. Erster Zwischenstopp: Goðafoss. (Selbstverständlich wisst ihr noch, dass es sich bei einem ‘foss’ um einen Wasserfall handelt… und ‘Goðafoss’ heißt soviel wie ‘Wasserfall der Götter’.) Der Goðafoss ist einer der größten Wasserfälle Islands – bogenförmig, etwa 30m breit und bis zu 17m tief. Definitiv einen Abstecher wert!

Anschließend weiter in das kleine Städtchen Húsavík. (Húsa bedeutet so viel wie Häuser und was vík heißt, wisst ihr natürlich noch. ;-)).

evangelische Kirche von Húsavík

Húsavík ist mit seinen etwa 2.300 Einwohnern so etwas wie das Zentrum für Walbeobachtungen in Island. Mehrmals täglich finden hier entsprechende Bootstouren statt. Wir haben uns auf die Beobachtung von der Küste aus beschränkt, hatten aber diesmal kein Wal-Sichtungs-Glück. Dafür war das Wetter und die Landschaft entlang dieses Teils der Nordküste um so schöner.

Von Húsavík aus ging es dann langsam gen Süden. Nächster Stopp war der Ásbyrgi Canyon im nördlichen Teil des Vatnajökull Nationalparks. Der Canyon hat eine Hufeisenform und ist der Legende nach entstanden, als Odins achtbeiniges Pferd Sleipnir hier einen seiner Hufe in die Erde gestampft hat. Nach ein paar Tagen im Land der Elfen, Trolle und Feen halte ich diese Theorie nicht für völlig unmöglich. 🙂

Zum krönenden Abschluss… ein Abstecher zum Dettifoss. (Schon der zweite ‚foss‘ heute…;-)) Beim Dettifoss soll es sich um den mächtigsten Wasserfall Europas handeln. Ich bin nicht sicher, was genau man unter ‚mächtig‘ zu verstehen hat, aber beeindruckend ist er auf jeden Fall. Ein unglaublich imposantes Naturschauspiel – 100 Meter breit und 45 Meter tief. Für diejenigen von euch, die in nächster Zeit einen Besuch des Dettifoss planen, noch der Hinweis, dass der Wasserfall sowohl von der Straße 864 als auch von der Straße 862 aus zu erreichen ist, auch wenn euch google maps etwas anderes erzählen will. Sollte die 864 also wegen Schnellfall o.ä. geschlossen sein (was ihr natürlich schon vor dem Losfahren durch einen Blick auf die Seite road.is wusstet und nicht erst als ihr mit dem Auto vor der gesperrten Straße standet und euch andere Touristen milde lächelnd auf die alternative Route hingewiesen hatten („didn’t you see on the website that the street was closed?!“).)… traut euch die 862 zu nehmen. Die Straße führt euch genau hin. Google hat keine Ahnung!

Vom Parkplatz aus ist es noch eine kleine Wanderung – im April durchaus noch über Schnee und Eis – und ihr steht vor einer unglaublich großartigen Kulisse.

Wirklich, wirklich beeindruckend und wunderschön! In direkter Nähe zum Dettifoss befinden sich noch zwei weitere Wasserfälle des Flusses Jökulsá: Selfoss und Hafragilsfoss. Beide durch eine kurze Wanderung vom Dettifoss aus zu erreichen und ebenfalls absolut sehenswert.

Sofern ihr jetzt bereits an den Reiseplänen für Island bastelt, denkt auf jeden Fall an ordentliche Wanderschuhe. Ab und zu begegnen uns (vornehmlich amerikanische und britische) Touristen in hübschen Sportschuhen… damit kommt man hier nicht allzu weit. Zumindest nicht trockenen Fußes. 😀

Mütze und eine winddichte Jacke sollten die nächsten Punkte auf der Packliste sein. Eigentlich ist es hier immer windig – je nach Wetterlage unterschiedlich stark, aber irgendwie Wind ist immer. Da hilft ne Mütze gegen kalte Ohren. Der Rest des Körpers wird bei den isländischen Wanderrouten irgendwie von ganz alleine warm. 🙂

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