Heutiges Ziel war die Gletscherlagune Jökulsárlón im Süden von Island. Allerdings wollten wir nicht auf dem kürzesten Weg dahin sondern über eine etwas längere Route durch die Ostfjorde.


Eigentlich hatten wir den einen oder anderen Mini-Ausflug entlang der Strecke geplant, aber da es das Wetter heute nicht wirklich gut mit uns meinte, wurde es eher eine Regen-Autoreise mit vereinzelten Foto-Stopps. Ganz so dramatisch war das zum Glück nicht, denn an spannenden Aktivitäten hat dieser Teil der Insel eher weniger zu bieten. Am aufregendsten sind vermutlich „Petras Steinesammlung“ im 200-Seelen-Dorf Stöðvarfjörður. (Die gibt es wirklich!) oder „die Eier der Merry Bay“ – ein Kunstwerk im Dörfchen Djúpivogur, das aus 34 riesigen Graniteiern besteht, die in ihrer Form den Eiern der dort vorkommenden Vögel gleichen sollen. Naja… vielleicht hat man auch einfach schon zu viele andere spektakuläre Dinge gesehen. 😀


Dafür ist es auch hier landschaftlich wieder nur wunderschön und wieder ganz anders als im Norden von Island.


Und vor allem gibt es nur hier freilaufende Rentierherden. Mit den Walen hatten wir dieses Mal ja kein Glück (Obwohl ich auch bei unserer Fahrt entlang der Fjorde wieder die ganze Zeit hochkonzentriert aufs Meer hinausgestarrt habe, ob ich nicht doch vielleicht einen erblicke.), aber was die Rentiere angeht dafür umso mehr.


Unser Tagesreiseziel, die Gletscherlagune Jökulsárlón, ist eine der Top-Touristenattraktionen Islands und das nicht ohne Grund. Genau genommen ist Jökulsárlón ein See, der aus dem Schmelzwasser eines Ablegers des größten Gletschers Islands – dem Vatnajökull – entstanden ist. Schon auf der Fahrt dahin kann man den riesigen Gletscher mit all seinen Ablegern und Zungen von Weitem sehen.


Das besondere am Jökulsárlón sind die unglaublich blau leuchtenden Stücke von Gletschereis, die in der Lagune treiben. Es sieht einfach nur faszinierend aus.




An der Lagune haben wir vermutlich mehr Menschen und Autos gesehen als die ganzen letzten Tage zusammen. Plötzlich gab es da sogar einen Imbissstand, eine Art Touristeninformation und ein Ausflugsbüro. Es scheint, dass der Süden der Insel doch um einiges mehr auf Touristen eingestellt und ausgerichtet ist als der Norden.
Vielleicht kommen die vielen Menschen (also ‚viel’ für isländische Verhältnisse.. von Zuständen wie im Louvre oder in Disney World sind wir hier noch Lichtjahre entfernt. :-)) aber auch einfach nur, um die süßen Seehunde zu sehen, die in der Lagune schwimmen. Wer weiß… 🙂

Zum Abschluss des Tages hörte der Regen tatsächlich auf, so dass wir noch dem Grófarlækjarfoss einen kurzen Besuch abstatten konnten.

Und dann bekamen wir beim Abendessen noch einen Sonnenuntergangs-Regenbogen geschenkt. Für Nordlichter sind wir vermutlich zu spät, aber so ein Regenbogen über dem Meer ist gar kein schlechter Ersatz. 🙂








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