Auf Tauchstation

Da das Boot aufgrund des Sturms besser weiterhin schön und sicher in der ruhigen Bucht liegen bleibt (worüber der weibliche Teil der Besatzung nicht wirklich traurig ist :-)), geben unsere Gastgeber einfach alles, um uns dennoch ein ganz besonderes Programm zu bieten. Und heute haben sich die beiden Jungs wirklich zwei tolle Sachen für den Nachmittag für uns überlegt.

Aber erst wollten wir noch kurz die kleine Nachbarinsel Tiputa erkunden. Diesmal (weil wir hatten uns ja gestern schon ausreichend sportlich betätigt) mit E-Bikes. Ausleihen kann man diese allerdings nur auf der Hauptinsel (Avatoru) und muss dann mit den Rädern mit dem Wassertaxi übersetzen.

Leider waren beim Fahrradverleih von gestern keine E-Bikes mehr verfügbar. Zum Glück haben wir unser Crewmitglied Hono dabei (nicht Onur, wie ich fälschlicherweise vorher geschrieben habe). Er telefonierte gefühlt auf der halben Insel herum und meinte schließlich triumphierend, dass er uns mit dem Dingi fix zu seinem Bruder bringen würde – der hätte vier E-Bikes für uns aufgetrieben. Wie sich herausstellte, waren es tatsächlich irgendwelche privaten Räder von Nachbarn und Freunden, die wir für kleines Geld ausleihen durften. 🙂

Nun unterscheidet sich Tiputa nicht wirklich von ihrer Nachbarinsel. Zumindest nicht, was die Landschaft, die Anzahl der Kirchen oder das Haus des Bürgermeisters angeht. Alles sehr beschaulich, abgeschieden, ruhig und wunderschön.

Vor allem die Jungs hatten einen Riesenspaß mit den Rädern. Insbesondere das Rosafarbene war außerordentlich beliebt – hier funktionierte zwar das manuelle Treten nicht, aber die Elektrik dafür umso besser und das Gerät schaffte deutlich über 35 km/h. Zum Glück war das eins der Räder mit den halbwegs funktionierenden Bremsen. 😀 Ab 01.08. gilt übrigens Helmpflicht für E-Bikes auf Rangiroa… keine schlechte Idee, wie ich finde. 🙂 Und mit den E-Bikes war auch der Wind, der uns gestern noch ordentlich zu schaffen gemacht, plötzlich überhaupt kein Problem mehr…

Wir haben versucht bis ganz ans Ende des Motus zu fahren – aber irgendwann war irgendwie gar kein Weg mehr zu erkennen und wir hatten ja noch große Pläne für den Nachmittag. Also zurück zur Wassertaxi-Anlegestelle und fix die Räder zurückgebracht. Und dann wartete Marc auf uns mit Überraschung Nummer 1 des Tages…

Was für ein Glück und wie praktisch, wenn man einen ausgebildeten Tauchlehrer mit an Bord hat. 🙂 Die Teenager waren ganz aus dem Häuschen – und das völlig zu Recht. Mit dem Dingi ging es ein kleines Stück aus der Bucht heraus zu einem vorgelagerten Korallenriff. Und dann tat sich eine unglaubliche Unterwasserwelt auf. Was für eine großartige Erfahrung.

Und kaum dass wir wieder zurück auf dem Katamaran waren, ging es weiter mit Überraschung Nummer 2. Hono und Marc hatten für uns am Strand ein traditionelles, echtes polynesisches Barbecue organisiert. Außer Hono kamen auch noch zwei seiner Brüder dazu, außerdem Marcs Frau und ein Freund aus Frankreich, der sein Haus an diesem Teil des Strands hat.

Es war wie ein Nachmittag zuhause mit Freunden und Familie. Es wurde gemeinsam das Essen vorbereitet (natürlich inklusive des traditionellen Poisson cru au lait de coco) und der gerade gefangene Fisch gegrillt. Und wir haben gelernt, wie man Kokosmilch macht – indem man das Innere der Kokosnuss ausschabt und anschließend durch ein Tuch auspresst.

…und wie aus Mehl, der eben hergestellten Kokosmilch und dem Kokosnusswasser leckeres Kokosnussbrot hergestellt und auf dem Grill gebacken wird.

Direkt nebenan fand zufälligerweise gerade noch das Musikfestival und ein Bootrennen statt. (Den Gitarristen der Band hatten wir gestern noch als den Eigentümer der Perlenfarm kennengelernt. Rangiroa ist klein. :-D) Das Tagesprogramm ließ wirklich keine Wünsche offen.

Und kurzerhand wurde zum Abschluss auch noch eine Mini-Weltmeisterschaft (Polynesien, Frankreich, Deutschland) im Kokosnuss-Boule ausgerufen, bei der völlig überraschend die erstmals angetretene deutsche Delegation als Sieger vom Platz ging. Die beiden anderen Mannschaften waren deutlich überrascht und drängen auf baldige Revanche. 😀

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