
Eine Frage vorab… Wusstet ihr, dass die Durchschnittstemperatur in San Francisco im August tagsüber nur bei ca. 22 Grad Celsius liegt? Irgendwie war ich in dem Irrglauben, dass es dort sehr warm sein müsse. Aber obwohl es deutlich südlicher liegt als Deutschland, sorgen die kalten Meeresströmungen im Pazifik für recht kühle Sommer. Außerdem ist ja in diesem Urlaub irgendwie alles anders als es ‘normalerweise’ ist – es regnet auf Tahiti, stürmt auf Rangiroa und es sind 14 Grad in San Francisco. Ich hätte es eigentlich ahnen müssen. 😀
Also die Pullis ausgepackt und auf zum Sightseeing. Unser sehr hübsches Hotel lag direkt am Fisherman’s Wharf – dem Hafenviertel in San Francisco mit zahlreichen Läden und Restaurants und dem berühmten Pier 39 mit seinen Seelöwen auf den Bootsstegen.



Von Fisherman’s Wharf hat man außerdem eine großartige Aussicht über die Bucht, die Golden Gate Bridge und die berüchtigte Gefängnisinsel Alcatraz.


Natürlich stand diese eine berühmte Brücke sehr weit oben auf der “da-müssen-wir-hin”-Liste – wie könnte es anders sein. 🙂 Und so begnügten wir uns nicht damit, die Golden Gate Bridge aus der Ferne zu sehen. Die Brücke ist etwas mehr als 2,7km lang und von der ‘anderen’ Seite hat man nicht nur einen schönen Blick auf die Brücke sondern auch auf San Francisco selbst.


Übrigens heißt die Golden Gate Bridge eben so, weil sie das Goldene Tor (the golden gate) zur Stadt San Francisco – die Meerenge zwischen Pazifik und der Bucht von San Francisco – überspannt. Die Bezeichnung Golden Gate stammt noch aus der Zeit des Goldrausches und wurde durch die in der Bucht anlandenden Goldsucher geprägt. (Noch ein interessanter Fakt: Die Finanzierung der 1937 fertiggestellten Brücke lief ausschließlich über Anleihen, die mitsamt der Zinsen nach Fertigstellung über Mauteinnahmen zurückgezahlt wurden. Die letzte Anleihe wurde erst 1971 eingelöst.)
Wir waren zweimal auf der anderen Seite der Brücke – beim ersten Besuch am frühen Morgen waren zwar so gut wie keine anderen Touristen da, allerdings war ein Teil der Brücke und der Bucht noch in Nebel getaucht…


Ganz ähnlich verhielt es sich mit unserem zweiten Ziel: Twin Peaks – zwei Hügel über der Stadt, von denen aus man (wenn sich der Nebel verzogen hat) eine super Aussicht über die Stadt hat.


Einen weiteren Aussichtspunkt hatte das mittlere Musketier ausgewählt. Der Mission Dolores Park ist ein hübscher, kleiner und sehr gepflegter Stadtpark mit einer sehr schönen Aussicht auf die darunterliegende Stadt.

Selbstverständlich durfte auch die berühmte Lombard Street bei unserer Runde nicht fehlen. Auf einem Abschnitt von nur 145m hat die Straße 8 enge Kurven und gilt damit als eine der ‘kurvenreichsten’ Straßen der Welt. Durch die Kurven wurde das ursprüngliche Gefälle der Lombard Street, die den ‘Russian Hill’ hinunterführt, von vorher 27% auf “nur noch” 18% reduziert.


Die Lombard Street ist aber nur eine von mehreren sehr steilen Straßen in San Francisco. (Die steilste Straße – die Filbert Street – hat sogar ein Gefälle von 31,5%.) Da ist man für die Automatik im Auto sehr dankbar. Dafür hat man von den jeweiligen Kuppen aus aber immer einen sehr schönen Ausblick auf die Bucht. 🙂

Zu einer weiteren Attraktion von San Francisco – den Cable Cars – mussten wir gar nicht weit laufen. Zwei der Linien haben Haltestellen direkt am Fisherman’s Wharf. Insgesamt gibt es drei Linien. Die kleinen Wagen mit jeweils nur etwa 30 Sitzplätzen werden an einem Seil, das in einem Graben unter der Straße entlangläuft, gezogen. An den Endhaltestellen werden die Wagen mithilfe von Drehscheiben in die jeweils andere Richtung gedreht.



Eines meiner Wunschziele war noch der Ferry Plaza Farmers Market. Ich bin ein großer Fan von Wochenmärkten und im Markt am Ferry Plaza gibt es zusätzlich zu den Straßenständen auch noch in einer großen Halle alle möglichen Restaurants und ausgefallenen Läden. So etwas mag ich sehr gern – da könnte ich stundenlang von einem Laden zum anderen gehen und herumstöbern. 🙂






Insgesamt hat mir San Francisco wirklich gut gefallen, trotz einer eher durchwachsenen Wetterlage. 🙂 Viele hübsche Häuser, kleine Straßen und Parks, die zum Spazierengehen einladen. Aber…eine sehr hohe Kriminalitätsrate und einige Stadtviertel, die man als Tourist besser komplett meiden sollte. Das war in Französisch-Polynesien doch etwas ganz anderes – da gab es in den meisten Unterkünften noch nicht mal einen Schlüssel, um die Haustür abzuschließen. 😀






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