Unser zweiter Stopp auf unserer kurzen Reise durch einen kleinen Teil des Orients war Abu Dhabi – die Hauptstadt des größten der sieben Emirate, die die Vereinigten Arabischen Emirate bilden und gleichzeitig auch die Hauptstadt der Vereinigten Emirate selbst. Gleich nach unserer Ankunft im Hafen am Abend, machten wir uns auf zu einer geführten Tour durch das nächtliche Abu Dhabi. Neben ein paar kurzen Stopps entlang des Wegs war das eigentliche Ziel der Besuch der berühmten Scheich-Zayid-Moschee. Benannt nach dem Gründer der Vereinigten Arabischen Emirate ist sie eine der größten und prächtigsten Moscheen der Welt und bietet bis zu 40.000 Gläubigen Platz.
Scheich-Zayid-Moschee
Die Moschee ist zum größten Teil aus Marmor gebaut (Laut unserem Reiseführer lieferte allein der Marmorsteinbruch in Italien, der einen Teil des Marmors für die Moschee bereitstellte, ein ganzes Jahr lang seine Produktion ausschließlich nach Abu Dhabi.) und der Teppich, der im Inneren der Moschee ausgelegt ist gilt mit über 5.600 Quadratmetern als der größte handgeknüpfte Teppich der Welt. Ein weiterer Superlativ ist der große Kronleuchter der Moschee. Dieser ist mit Swarovski-Kristallen bestückt und mehr als 15 Meter hoch und soll damit der größte Kronleuchter der Welt sein. Aber alle Beschreibungen und Erklärungen werden diesem imposanten Bauwerk nicht mal annähernd gerecht. Es ist einfach beeindruckend und bei Nacht vielleicht sogar noch ein wenig mehr. Und unser Guide hatte auch einen besonders großartigen Ort für die besten Fotos ausgesucht.

Was die Kleiderordnung angeht, sind die Regeln hier gerade für Frauen sehr klar. Zum Glück war es schon recht spät am Abend und mittlerweile nicht mehr ganz so heiß, aber bei langer Kleidung und Kopftuch wird es einem in Abu Dhabi auch in den Abendstunden relativ schnell relativ warm. Aber wenn man die Moschee von innen besichtigen möchte, bleibt einem nichts anderes übrig. (Die Kopftuchbindetechnik ist im übrigen eine Wissenschaft für sich. Sagen wir nur so viel…. einen Preis hätte ich vermutlich nicht gewonnen, aber für den Eintritt in die Moschee hat es gerade so gereicht. :-))
Mehrere Millionen Menschen besuchen die Moschee jedes Jahr und so verwundert es nicht, dass beim Besuchs- und Buchungssystem nichts dem Zufall überlassen wird. Leitsysteme, Taschenscanner, Transportbänder… alles ist hochgradig durchorganisiert und vor dem eigentlichen Eingang fühlt man sich eher an einen Ausflug in einem Freizeitpark oder Festival erinnert als an den Besuch eine religiösen Stätte.




Wenn man die Moschee durch den unterirdischen Tunnel dann aber einmal erreicht hat, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Alles ist riesig groß, weißer Marmor so weit man schaut, Kristalle, Blattgold, Halbedelsteine -hier wurden wirklich keine halben Sachen gemacht.















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