Heute in den frühen Morgenstunden erreichte unser Schiff Doha, die Hauptstadt von Katar. Spätestens seit der letzten Fußballweltmeisterschaft hat man ja irgendwie schon mal etwas von Katar gehört. (Wenn auch nicht unbedingt allzu viel Gutes.) Katar ist ein eigenständiges Emirat (seit 1971 unabhängig von Großbritannien) und hat ca. 2,7 Millionen Einwohner. Allerdings sind nur etwa 10% davon Staatsangehörige von Katar. Den weitaus größten Teil der Bevölkerung bilden Arbeitsmigranten. Seine Erdgas- und Erdölvorkommen haben Katar zu einem sehr reichen Land werden lassen – gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner liegt Katar auf Platz 8 der reichsten Länder der Welt. Da kann man im Hafenterminal auch schon mal ein riesiges Aquarium einbauen lassen, durch das die Rolltreppe nach draußen führt. Man will ja zeigen, was man hat und wer kann, der kann. 🙂

Die beiden ältesten Teenager hatten sich für diesen Tag eine Wüstensafari ausgesucht. Der Rest der Gruppe machte sich auf eigene Faust auf zu einer kleinen Stadtrunde. Erstes Ziel war der Souk Waqif – ein großer, traditioneller Markt im Zentrum von Doha.

Der Weg zum Souk führte uns vorbei am Nationalmuseum von Katar. Architektonisch ist das Museum einer Sandrose nachempfunden – ein wirklich besonderes Bauwerk.



Anschließend weiter entlang der Corniche (der Strandpromenade) in Richtung Souk. Hier gibt es so ziemlich alles zu kaufen, was man sich vorstellen kann. Von Schmuck aller Art auf dem Gold Souk über (mehr oder weniger authentische) Kunst und Souvenirs bis zu Kosmetikprodukten ist für jeden etwas dabei. Dass einem dabei an jeder Ecke irgendein Parfum förmlich aufgezwungen wird, ist nicht unbedingt mein Ding, aber nach dem zweiten (oder dritten) kategorischen ’no, thank you‘, lassen die Händler dann auch meistens von einem ab und halten die Parfumflasche vor das Gesicht des nächsten Touristen. Und davon gibt es hier ja einige – zumindest wenn gerade ein Kreuzfahrtschiff mit 5.000 Passagieren an Bord im Hafen angelegt hat.






Meine große Liebe gilt dem Gewürz-Souk. Es ist unglaublich, wie viele Gewürze es hier zu kaufen gibt. Und es riecht so fantastisch, wenn man durch die Gassen an den Gewürzläden entlang spaziert.






Normalerweise findet sich auf dem Souk Waqif auch noch der Falcon Souk – ein Markt für alles rund um den Falken, den Nationalvogel Katars – auf dem man sowohl Zubehör als auch die Vögel selbst erwerben kann. Aber entweder wir haben diesen Teil des Souks nicht gefunden oder er war -aufgrund des Ramadans- noch nicht geöffnet. Statt Falken wurden allerdings jede Menge andere Tiere angeboten. Zahllose Vögel, kleine Katzen und Hunde, Geckos und Schildkröten, Kaninchen… alle in winzigen Käfigen. 😦







Nach dem Ausflug in den ‚traditionellen‘ Teil Dohas wollten die jüngeren Mitreisenden auch noch das moderne Doha kennenlernen. Und nachdem wir schon eine ausreichend lange Strecke zu Fuß zurückgelegt hatten und die Lufttemperatur mittlerweile die 30 Grad Marke überschritten hatte, entschlossen wir uns, mit dem Taxi in Richtung der Wolkenkratzer und Malis von Doha zu fahren.

Vielleicht würden wir dort ja auch eine Kleinigkeit zum Mittag finden. Taxifahrten (und Uber) sind in Doha – wie auch in Dubai und Abu Dhabi – ausgesprochen günstig. Wir mussten allerdings feststellen, dass ich die Situation in Doha aufgrund des Ramadan ein wenig anders darstellte als in Dubai. Foodmärkte und Restaurants waren geschlossen und würden erst zum Abend öffnen. Selbiges galt für verschiedene Einkaufszentren. Und so machten wir noch einen kurzen Abstecher zum neuen Crescent (= Mondsichel) Tower in der Hoffnung dort von der Aussichtsplattform noch einen Blick auf Doha City zu bekommen… (Aufgrund des Ramadan war aber auch die Aussichtsterrasse für Besucher geschlossen.)

… und machten uns anschließend zurück auf den Weg Richtung Schiff. Hier würde es auf jeden Fall etwas Leckeres zu essen geben… und einen großartigen Blick auf Doha bei Nacht – inklusive des modernen neuen Fußballstadions direkt am Ufer des Golf. 🙂


PS: Das mit dem Internet an Bord ist immer ein wenig Glückssache (und für das Hochladen von Bildern reicht es nicht). Daher leider die Berichte mit ein wenig Verzögerung.







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