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Miyajima

Miyajima

Von Tokio aus ging es mit dem Flugzeug zunächst nach Hiroshima und anschließend mit dem Mietwagen zu unserem nächsten Ziel: Miyajima – eine kleine Insel in der Bucht von Hiroshima.

Auch wenn die meisten von uns vermutlich noch nichts von ‚Miyajima‘ gehört haben, so kennen viele doch das berühmteste Fotomotiv der Insel: das rote Torii des Itsukushima-Schreins, das über dem Wasser zu schweben scheint.

Die meisten Besucher (und davon bekommt Miyajima jeden Tag sehr viele) kommen als Tagestouristen von Hiroshima. Allerdings hat diese Insel so viele hübsche Dinge zu entdecken, dass wir uns entschieden hatten, zwei Tage zu bleiben und auf Miyajima selbst zu übernachten. Dies hat auch den großen Vorteil, dass man in den Abendstunden – wenn die Tagestouristen alle mit den letzten Fähren wieder zurück nach Hiroshima gefahren sind – die Insel fast für sich allein hat.

Also setzten wir mit der Autofähre über und bekamen den ersten großartigen Blick auf das Torii, den dahinter liegenden Itsukushima-Schrein und die wunderschöne, grüne Landschaft Miyajimas.

Unsere Unterkunft war diesmal ein traditionelles japanisches Guest House. Wie generell in Japan üblich, werden am Eingang die Schuhe ausgezogen – man geht im Haus entweder barfuß oder in Hausschuhen. (Vor den Toiletten stehen jeweils „Toilettengang-Schuhe“, damit man nicht dort nicht barfuß gehen muss.)

Geschlafen wird traditionell auf Futon-Matten, die auf dem Fußboden aus Tatami-Matten ausgebreitet werden.

Für den „Aufbau“ der Betten gab es extra eine Anleitung, damit der Standard-Tourist da auch wirklich nichts falsch macht. 🙂

Unsere erste kleine Runde durch Miyajima führte uns durch die Touristen-Einkaufsstraße – mit ihren Austernrestaurants (Die Gegend um Hiroshima ist berühmt für ihre Austern.), Imbissständen und Souvenirläden…

…hinunter zur Strandpromenade, zum Itsukushima-Schrein und seinem berühmten Torii – allerdings nicht ohne auf dem Weg noch ein paar der Sika-Hirsche zu streicheln, die überall auf der Insel frei herumlaufen. 🙂

Neben dem berühmten Itsukushima hat Miyajima noch weitere Schreine und außerdem einige sehenswerte buddhistische Tempel zu bieten…

Die wohl berühmteste Tempelanlage auf Miyajima ist Daishō-in. Sie ist über 1.200 Jahre alt und besteht aus vielen verschiedenen Tempeln und unzähligen Statuen in den unterschiedlichsten Formen und Größen. Viele kleine und große Wege führen durch Gärten und zwischen Bäumen hindurch oder auf große Tempelhallen zu. Es ist bezaubernd schön. 🙂

Nun wäre ein Besuch auf Miyajima nicht komplett ohne einen Ausflug zum Gipfel des Berg Misen – dem heiligen Berg der Insel. Auf diesen gelangt man entweder mit der Seilbahn oder über einen der Wanderwege. Aber der Berg ist nur 535 Meter hoch… und außerdem waren wir angesichts der vielen Kilometer, die wir in Tokio zu Fuß zurückgelegt hatten, ja auch irgendwie grad im Training… und schließlich erwarteten meine Mitreisenden auch irgendwie gar nichts anderes… 😀 Also stapften wir – anfänglich noch recht zügig – frohen Mutes bergan. Die Motivation ließ zugegebenermaßen bereits nach wenigen hundert Metern spürbar nach. Zum einen, weil es wirklich steil bergan ging und zum zweiten, weil die Luftfeuchtigkeit von gefühlt weit über 90% und die Temperatur von über 30 Grad eine gnadenlose und wanderfeindliche Verbindung eingegangen waren. Ein kleiner Sturz der Reiseleitung kurz vor Erreichen des Gipfels führte jedoch zur Ankündigung, dass wir für den Rückweg die Seilbahn nutzen würde – da damit offensichtlich niemand gerechnet hatte (Ich habe anscheinend einen sehr schlechten Ruf.) – weckte diese Information augenscheinlich neue Lebensgeister und die Jugendlichen hüpften den Rest des Weges geradezu bergauf.

Oben angekommen erreicht man (neben weiteren Hallen und anderen Gebäuden) zunächst die Shinkido-Halle, in der seit 1.200 Jahren die so genannte ewige Flamme brennt. Noch ein paar Meter weiter kommt man zum Aussichtspunkt. Bei schönem Wetter hat man eine großartige Aussicht über die gesamte Bucht und weit ins Land hinein. Aber auch an einem bewölkten Tag, wie wir ihn hatten, lohnt sich der Aufstieg für den Blick nach Hiroshima und Umgebung.

Bergab ging es dann per Seilbahn. Genauer mit zwei Seilbahnen, da in der Mitte umgestiegen wird. Auch diese Aussicht ließ keine Wünsche offen. 🙂

Einen Teil der Insel bildet der Momijidani Nationalpark mit seinen über 200 Ahornbäumen. Der Ahorn steht traditionell für Ruhe und Frieden und auf Miyajima gibt es sogar einen besonderen Kuchen in Form eines Ahornblatts – in der Regel gefüllt mit einer Paste aus roten Bohnen – den Momiji manju.

Das Highlight zum Schluss: Der Itsukushima-Schrein und das Torii des Schreins zum Sonnenuntergang und angestrahlt bei Nacht. Ein großartiges Bild. Miyajima ist auf jeden Fall eine Reise wert!

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