Der 6. August 1945… ein sonniger Montagmorgen in Hiroshima.
8:16 Uhr explodiert über dem Zentrum der Stadt in etwa 580 Metern Höhe die von den USA abgeworfene Atombombe „Little Boy“. Über 70% der Stadt werden durch die Explosion sofort oder im darauffolgenden Feuersturm zerstört. Zehntausende Menschen sterben sofort und viele mehr in den darauffolgenden Wochen, Monaten und Jahren.
Als eines der wenigen Gebäude, das (wenn auch schwer beschädigt) nach der Detonation noch stand, wurde das ehemalige Verwaltungsgebäude mit der markanten Kuppel zum Friedensdenkmal und 1996 auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Rund um die ‚Atombombenkuppel‘ entstand der Friedenspark von Hiroshima als Gedenkstätte und Mahnmal aber auch als Naherholungsgebiet für die Einwohner Hiroshimas. Durch regelmäßige Erhaltungsarbeiten wird sichergestellt, dass das Monument heute noch und auch in Zukunft immer genau so aussieht wie unmittelbar nach dem Bombenangriff.

Vom Friedensdenkmal aus sind mehrere Denkmäler und Monumente auf einer geraden Achse ausgerichtet: Das Kenotaph im Zentrum, der Friedensteich, die Friedensflamme, das Friedensmuseum, der Brunnen der Gebete, die Statue ‚Mutter und Kind im Sturm‘ und die Tore des Friedens.


Das Kenotaph – das Grabmal für die Opfer der Atombombe – enthält die Liste aller bekannten Opfer. Im Jahr 2015 enthielt das Kenotaph bereits 108 Bände mit über 297 Tausend Namen.


In der Mitte der ‚Flamme des Friedens‚ brennt seit 1964 ein Feuer, das seitdem nicht erloschen ist. Der Betonsockel auf dem die Flamme steht, soll zwei Hände symbolisieren, die sich zum Himmel hin öffnen. Die Flamme soll so lange brennen, bis die letzten Atomwaffen von der Welt verschwunden sind.

Das Kinder-Friedensmonument wurde Sadako Sasaki gewidmet. Das Mädchen starb 1955 im Alter von 12 Jahren an den Folgen der Verstrahlung. Sie hatte – in der Hoffnung auf Heilung ihrer Leukämie-Erkrankung – über Tausend Origami-Kranichen gefaltet. (Ein japanischer Glaube besagt, dass, wer 1.000 Origami-Kraniche bastelt, einen Wunsch frei hat.) Auf der Spitze des Denkmals steht die Figur eines Mädchens, das einen Origami-Kranich in die Höhe hält. Der Origami-Kranich ist zum Symbol für die Sehnsucht nach Frieden geworden. Noch heute basteln Schulkinder Origami-Kraniche, fädeln sie auf und bringen sie zum Kinder-Friedensdenkmal.

Die Friedensglocke wurde 1964 errichtet und jeder Besucher darf die Glocke läuten. Auf das ihr Klang jeden Winkel der Erde und das Herz jedes Menschen erreiche.


Die Statue ‚Mutter und Kind im Sturm‚… Symbol für die Hoffnung, dass die Liebe stark genug ist, um die Kinder zu schützen und zu retten.

Es ist ein besonderer Ort, der Friedenspark am Motoyasu Fluss… voller Denk- und Mahnmäler, voller Traurigkeit und Ungläubigkeit. Aber auch voller Hoffnung und den ungebrochenen Wunsch, dass sich so ein Unglück nie wiederholen darf. So wie es im Gedenkstein des Kenotaph geschrieben steht:
„Mögen alle Seelen hier in Frieden ruhen, denn wir werden die Katastrophe nie wieder zulassen.“








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