Im Jahr 816 gründete der Mönch Kukai (der nach seinem Tod den Namen Kōbō Daishi erhielt) mit dem Shingon-Buddhismus eine neue Schule des japanischen Buddhismus und als Zentrum dafür wählte er einen Berg mitten in den Wäldern etwa anderthalb Stunden südlich von Osaka: Kōya-san (Berg Koya). Im Laufe der Jahrhunderte entstanden dort angeblich über 2.000 Tempel und andere sakrale Gebäude. Heute gibt es immerhin noch 117 Tempel in Koyasan auf einer relativ kleinen Fläche. Ich erspare euch die Details und Hintergründe zu den verschiedenen Gebäuden (irgendwann hat man dann ja auch mal genügend Tempel und Schreine gesehen :-D), aber es ist ein wirklich sehenswerter Ort, mit faszinierenden Gebäuden, mehrere hundert Jahre alten Kirschbäumen (das scheint es wirklich zu geben) und einer wunderschönen Natur drumherum.















Koyasan liegt auf etwas 820m Höhe und dazu mitten im Wald – damit war es dort auch temperaturseitig deutlich angenehmer als die letzten Tage und so stand einem ausgedehnten Spaziergang (die Musketiere behaupten, es wäre aufgrund der Länge eigentlich eine Wanderung gewesen, aber das kann ich so nicht bestätigen – sonst hätte ich damit ja etwas von dem zulässige-Anzahl-an-Urlaubswanderungen-Kontingent verbraucht :-)) nichts im Wege.
Mein persönlichen Highlight dieses Ortes sind nämlich weniger die Tempel sondern vielmehr der unbeschreiblich wunderschöne Friedhof von Koyasan – Okunoin. Eigentlich wird das Wort Friedhof dem Ganzen gar nicht gerecht. Es sind vielmehr unzählige Ruhestätten in einem traumhaft schönen Wald mit uralten, riesigen Bäumen, kleinen Brücken und von Laternen gesäumten Wegen. Der Friedhof erstreckt sich über mehr als 2 Kilometer mit Tausenden von Grabsteinen und dem Mausoleum von Kōbō Daishi als zentrale Pilgerstätte. Angeblich liegt Kōbō Daishi dort in tiefster, ewiger Meditation.
Okunoin ist ein Ort der Ruhe, des Nachdenkens, den In-sich-Einkehrens. Ein Ort des Friedens.























Leider haben wir es nicht zum Miroku-Stein geschafft… Die Legende besagt, dass man, wenn man den Stein anhebt, herausfinden kann, was für ein Mensch man in seinem Innersten ist. Für gute Menschen soll es leicht sein, den Stein zu heben. Für die weniger guten Menschen dagegen schwer. Das Ergebnis hätte mich ja nun doch interessiert. 😀







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