Nara

Nara

Auf unserem Weg von Kōyasan nach Kyōto hatten wir auch einen Tag in Nara – der ersten Hauptstadt Japans überhaupt – vorgesehen. Aufgrund ihrer Geschichte und ihrer Bedeutung für die Entwicklung sowohl des Buddhismus als auch des Shintoismus in Japan, ist Nara voll mit historischen Gebäuden (unnötig zu erwähnen, dass ein Teil davon selbstverständlich zum Unesco Weltkulturerbe gehört) und Sehenswürdigkeiten. Allerdings näherte sich die Temperatur heute der 40 Grad Marke und die Begeisterung für umfassende Stadtbesichtigungen hielt sich bei ausnahmslos allen Reiseteilnehmern (wirklich allen!) nicht nur in sehr engen Grenzen – sie war schlichtweg nicht vorhanden. Also Planänderung: wir würden zunächst noch etwas Zeit mit so wichtigen Dingen, wie spielen und Nachrichten schreiben verbringen, dann irgendwo ausgiebig frühstücken (also eher ‚Brunch‘), dann Nara nur einen kurzen Besuch abstatten und schließlich etwas früher weiterfahren nach Kyōto.

Ganz auf Nara verzichten war allerdings keine Option, denn ein besonderes Highlight der Stadt wollte dann doch keiner verpassen: die ‚heiligen‘ Hirsche von Nara.

Ähnlich wie auf Miyajima laufen in Nara im so genannten Nara-Park die Sika-Hirsche frei herum. Und in Nara darf man sie außerdem mit speziellen „Hirsch-Keksen“ auch füttern. Die Hirsche haben keinerlei Scheu vor Menschen (und davon gibt es im Nara-Park sehr viele) und kommen auch nah an einen heran, aber sobald man ein paar von den Keksen in der Hand hat, kann man sich der ungeteilten Aufmerksamkeit von gleich mehreren Exemplaren absolut sicher sein. 🙂

Nara-Park ist eine sehr schöne grüne Anlage mit Wiesen, Bäumen und kleinen Seen. Aber das Highlight sind und bleiben die kleinen Hirsche.

Angesichts der Fülle an Sehenswürdigkeiten in dieser besonderen Stadt kommt man selbst bei einem kurzen Spaziergang durch den Park allerdings unweigerlich an der einen oder anderen vorbei. Darunter unter anderem der Kofoku-ji Tempel mit seiner fünfstöckigen Pagode – einer der ältesten buddhistischen Tempel Japans.

Aufgrund der verrückten Temperaturen selbst am späten Nachmittag wurde es aber tatsächlich nur eine kleine Runde bevor es im Auto (an dieser Stelle ein Lob auf die Klimaanlage) weiter Richtung Kyōto ging.

Ein besonderes Highlight gab es noch an diesem Tag… zum Abendessen fanden wir in dem Ort Iga ein Restaurant, das das ganz außergewöhnliche Iga-Rindfleisch auf der Speisekarte hat. Genau genommen war es ein auf Iga-Fleisch spezialisiertes Restaurant.

Und obwohl winzig klein, hatten wir das große Glück doch noch genügend Plätze für uns zu bekommen. Iga ist eine besondere Form des Wagyu-Rinds. Es kommt ausschließlich von besonderen ausgewählten Tieren und ausschließlich aus der Region um Iga. (Da in Iga auch die Geburtsstädte der Ninjas liegen soll, wird Iga-Fleisch wohl auch als Ninja-Beef bezeichnet.) Jedes im Restaurant angebotene Stück lässt sich über eine eindeutige Identifikationsnummer (die im Restaurant ausgewiesen wird) genau einem bestimmten Tier zuordnen.

Für Vova und mich gab es die ‚pure‘ Version und für die Jugendlichen gab es sogar Burger, Sandwiches und eine Art Sushi aus diesem außergewöhnlichen Fleisch.

Es hat einfach unglaublich geschmeckt – auch die jungen Reiseteilnehmer kamen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus – und im Gegensatz zu dem, was Wagyu-Fleisch in Deutschland kostet, war es auch bezahlbar. Ein ganz besonderes Erlebnis. 🙂

Eine Antwort zu „Nara”.

  1. Avatar von klausklammer
    klausklammer

    🤤

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