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Peggy’s Cove

Peggy’s Cove

++ Breaking News ++ ++ Es regnet NICHT! ++

Also ganz fix ein paar Sachen zusammengepackt und auf nach Peggy’s Cove.
Peggy’s Cove ist ein winziges Fischerdörfchen in der Saint Margaret’s Bay nur etwa eine Dreiviertelstunde von Halifax entfernt und ist neben der wunderschönen Landschaft und Natur vor allem für seinen klassischen rot-weißen Leuchtturm (Peggy’s Point) berühmt – einer der meistfotografierten Leuchttürme Kanadas (oder sogar der Welt).

Auf dem Weg zu Peggy’s Cove durchfährt man wirklich sehr schöne, irgendwie heideähnliche Landschaften und an der Bucht selbst tut sich dann für gewisse sehr kletterbegeisterte Mitreisende ein Paradies auf. 🙂

Wie es sich für anständige Touristen gehört, haben wir selbstverständlich auch ungefähr 100 Fotos vom Leuchtturm selbst gemacht. Der ist zwar nicht unbedingt spektakulär aber durchaus hübsch und außerdem immer noch in Betrieb.

Wenn ihr genauer hinschaut, könnt ihr auf dem letzten Foto sogar einen Alphornbläser erkennen, der aus unerfindlichen Gründen vor dem Leuchtturm regelmäßig für Touristen (oder vielleicht für sich :-)) auf seinem Alphorn bläst. Wie wir erfuhren, kommt er ursprünglich aus der Schweiz – lebt aber bereits seit mehreren Jahren in Nova Scotia. (Das hatte ich, glaube ich, gestern nicht erwähnt… mit der Überquerung der Bay gestern, haben wir New Brunswick (also Neu-Braunschweig) verlassen und wieder die Provinz Nova Scotia erreicht.)

Ganz ungefährlich scheint die Ecke um Peggy’s Cove im übrigen nicht zu sein. Jedenfalls gab es mehrere sehr eindeutige Schilder und Hinweise. Vielleicht gibt es aber auch einfach nur sehr viele unvorsichtige Besucher. 😀

Das Örtchen selbst ist winzig klein mit nicht viel mehr als ein paar Häuschen und einer Kirche.

Die Einwohner leben vorwiegend vom Fisch und vom Hummerfang. Schließlich ist Nova Scotia berühmt für seinen Fisch und seine Meerestiere. Hier findet sich nicht nur die „Hauptstadt der Jakobsmuscheln“ (Digby) sondern eben auch die „Hauptstadt des Hummers“ (Barrington). Besondere lokale Spezialitäten sind unter anderem Seafood Chowder – eine Art Fischsuppe, Lobster Rolls – im Prinzip ein Hummer-Sandwich und natürlich ganzer Hummer… Das ließ sich unsere gute Fee nicht entgehen. 🙂

Eine andere Spezialität Kanadas generell, aber wohl besonders im Osten des Landes, ist Poutine. Dabei handelt es sich im Grunde um Pommes, die mit Käse bestreut und anschließend mit Bratensoße übergossen werden. Nun über Geschmack gibt es bekanntlich nichts zu streiten… meine Leibspeise wird es aber vermutlich eher nicht werden. 🙂

Bei der Weiterfahrt kamen wir auch noch an einer Gedenktafel für den Swissair Flug 111 vorbei. Bei diesem stürzte das Flugzeug am 2. September 1998 nach einem Kabelbrand an Bord etwa 5km vor Peggy’s Cove in den Atlantik. Alle Insassen kamen damals ums Leben.

Vor unserer Rückkehr nach Halifax (bzw. genauer Dartmouth – früher die „Zwillingsstadt“ von Halifax am östlichen Ufer der Bucht von Halifax, die aber mittlerweile zu Halifax gehört) hielten wir noch kurz in einem Laden speziell für Produkte aus und im Zusammenhang mit Maple Syrup. Ahornsirup ist DAS Produkt Kanadas schlechthin und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was sich damit kulinarisch alles anstellen lässt. Die Palette reichte vom traditionellen puren Ahornsirup über Ahornsirupbutter, Ahornsirupkekse, Nüsse mit Ahornsirup bis zu allen möglichen mit Ahornsirup versetzten Alkoholika. Es war ein Ahornsirupparadies.

Da ich mir sicher bin, dass ihr auf weitere Informationen zum Thema Ahornsirup geradezu brennt, hier ein paar kurze interessante Fakten:

  1. Bevor ein Ahornbaum angezapft werden darf, muss er einen Stammumfang von mindestens 20cm erreicht haben – der Baum ist zu diesem Zeitpunkt etwa 40 Jahre alt.
  2. Ahornsaft (aus dem dann durch Erhitzen, Filtern u.ä. Sirup hergestellt wird) wird nur im Frühjahr für einen Zeitraum von etwa einem Monat geerntet – erst sobald kein Dauerfrost mehr herrscht, beginnt der Ahornsaft zu fließen, um den Baum für das anstehende Blätterwachstum zu versorgen.
  3. Die Färbung des Ahornsaftes (und damit des Sirups) ist abhängig vom Erntezeitpunkt. Sirup, der aus zu Beginn der Ernteperiode gewonnenem Ahornsaft hergestellt wird, ist deutlich heller und weniger süß als Sirup vom Ende der Ernteperiode. Der dunkle, eher rot-braune Ahornsirup ist um einiges kräftiger und süßer im Geschmack. Also ich fand beide sehr lecker. 😀

Dank des französischen Einflusses in dieser Gegend ergeben sich aus der Kombination von Ahornsirup mit französischen Süßspeisen dann geradezu himmlische Dessertkombinationen. Sozusagen in Nachtisch gegossenes Glück. 😀

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