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Québec

Québec

Immer wenn man in eine Gegend reist, in der man noch nie war, steht man vor der Frage, welche Orte man in der begrenzten Zeit, die einem zur Verfügung steht, besuchen, welche Sehenswürdigkeiten man sehen, welche Aktivitäten man unternehmen möchte. Je kürzer die Zeit, je größer das Gebiet und je zahlreicher die Möglichkeiten, umso schwieriger ist diese Entscheidung. Kanadas Osten (und wir hatten uns ja nun schon auf den Osten beschränkt :-)) ist riesig, die Zeit ist immer zu knapp, egal wie lange man reist, und die Liste der zur Auswahl stehenden Ziele ist nahezu endlos. 

Am Ende war klar, dass wir schon einiges an Kilometern würden zurücklegen müssen, wenn wir zumindest die Top-Wunschziele jedes Reisegruppenmitglieds besuchen wollten. Wenig überraschend hatten die jugendlichen Mitreisenden vor allem die großen Städte auf ihren Toplisten stehen: Montréal und Toronto. Alle zusammen wollten wir gern die Niagara-Fälle besuchen. Und eines meiner Hauptwunschziele war die Stadt Québec – die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz – auch wenn das bedeutete, in Bezug auf die anderen Ziele zunächst einmal etwa 300km in die „falsche“ Richtung zu fahren.

Aber nun, nachdem wir es gesehen habe, kann ich euch sagen: es war den Weg mehr als wert. Was für eine zauberhafte Stadt. Und wie ganz anders als die amerikanischen Großstädte, die wir die letzten Tage gesehen haben. Gegründet 1608 als Handelsposten durch den französischen Seefahrt Samuel des Champlain ist Québec eine stark europäisch bzw. genauer stark französisch geprägte Stadt.

Québec besteht aus zwei Teilen – der Oberstadt und der Unterstadt, wobei man den jeweils anderen Teil entweder über (an manchen Stellen halsbrecherisch steilen) Treppen oder mit Hilfe der Seilbahn, der Funiculaire, erreichen kann.

Die Oberstadt ist von einer Stadtmauer begrenzt – laut Reiseführer die einzige erhaltene Stadtmauer in Amerika nördlich von Mexiko. Prägendes Bauwerk in der Oberstadt ist neben der Zitadelle von Québec – einer große Wehranlage, von der aus sich einem ein großartiger Blick über die Stadt bietet,….

… das Château Frontenac, was aber tatsächlich – auch wenn der Name etwas anderes nahelegt – gar kein Schloss im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr ein Luxushotel aus dem Jahr 1893 ist.

Einfach zauberhaft auch die Terrasse Dufferin, die eigentlich mehr wie eine Promenade daher kommt.

Und dann all diese kleinen Gassen, Treppen und Wege vor allem in der Unterstadt von Québec. All die Restaurants, Cafés und kleinen Geschäfte. Die alten Gebäude, Kirchen, Statuen und Monumente… man weiß gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll.

Wen wundert es da, dass die gesamte Altstadt von Québec bereits 1985 zum Welterbe erklärt wurde. 😀

Für morgen dann vielleicht ein wenig Natur – da uns noch ein paar Städtetouren (und noch einige Fahrkilometer) bevorstehen, hoffe ich, hier und da immer mal wieder etwas von der wunderschönen Natur dieses Landes ins Programm schmuggeln zu können. 🙂

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