So viel Interessantes es in den kanadischen Städten, die wir bisher besucht haben, auch zu sehen und zu entdecken gibt, die wirkliche Schönheit Kanadas liegt in seiner Natur. Das ist auch einer der Gründe, warum wir für diesen Reiseabschnitt das Wohnmobil genommen haben. Und aus diesem Grund nehmen wir für unsere Rückreise nach Montréal – denn Toronto war der westlichste Punkt Kanadas, den wir auf dieser Reise besucht haben – auch nicht den Highway sondern kleinere Straßen und legen entlang des Weges auch ein paar Zwischenstopps ein.
Unter anderem an dem wunderschönen Weingut „River House“ – eines von erstaunlich vielen Weingütern, an denen wir auf unserer Reise (auch schon in Nova Scotia und New Brunswick) vorbeigekommen sind.

River House ist ein besonders zauberhaftes Anwesen mitten im Nirgendwo noch dazu mit einem großartigen Restaurant. Und dann gibt es da auch noch hervorragenden Wein, von dem wir natürlich mindestens eine Flasche für die gute Fee mit nach Hause nehmen müssen. ❤ Falls ihr also mal in der Gegend seid – das River House können wir uneingeschränkt empfehlen.










Was die Campingplätze angeht, die wir ausgesucht haben, so haben wir versucht, immer solche zu finden, die zwar nicht zu weit von der jeweiligen nächsten Stadt oder dem nächsten Ausflugsziel entfernt sind aber dennoch im Grünen liegen. Das hat nur den Nachteil, dass man Wege finden muss, um in die Städte zu kommen – nicht in alle Städte darf man mit dem Wohnmobil fahren und in noch weniger Städte möchte man (oder vielmehr ich) mit dem Wohnmobil reinfahren. Auch stellt sich dann ja immer die Frage, wo man das Fahrzeug in der Stadt parkt, soweit das überhaupt erlaubt ist. Für den Fall, dass der Campingplatz zu weit entfernt oder schlecht angebunden war, so dass wir nicht einfach den Bus oder ein Uber nehmen konnten und auf das Wohnmobil als Transportmittel angewiesen waren, habe ich ein Walmart Supercenter oder etwas vergleichbar Großes so nah wie möglich an unserem eigentlichen Ziel ausgesucht und wir haben das Wohnmobil dort geparkt. Das hat erstaunlich gut geklappt – auch wenn es, je näher man ans Zentrum kommt, schon ein wenig Nerven kostet. 🙂
Ein anderer Zwischenstopp auf unseren Wegen durch die kanadische Natur war der Rouge National Urban Park – einer von 37 Nationalparks in Kanada und als „Urban Park“ einer, der vollständig von bewohntem Gebiet umschlossen ist. Also quasi eine Art „Stadtpark“ – allerdings einer von 70 Quadratkilometer Größe. Es ist halt alles etwas größer in Kanada. 🙂








Ansonsten habe ich es uns – was die Auswahl der Campingplätze angeht – schon immer so bequem wie möglich gemacht und bei den Buchungen für die einzelnen Plätze in der Regel zwei Kriterien ausgewählt: 1) full hookup und 2) pull-through. Full hookup bedeutet, dass sich am Platz für das Wohnmobil sowohl ein Strom als auch ein Wasseranschluss befindet und in aller Regel auch noch eine Stelle zum Ableiten des Abwassers. Pull-through sind Plätze in die man von einer Seite rein- und auf der anderen rausfahren kann, so dass man nicht rückwärts einparken muss. Tatsächlich haben wir nach Campingplatz 2 lässig auf das zweite Kriterium verzichtet – ich als alter, erfahrener Wohnmobil-Einpark-Hase kann mittlerweile mit absoluter Leichtigkeit (sowie ausreichend Zeit und einem sehr geduldigen Mitreisenden, der mich einweist) in jede (ausreichend breite) Campingplatzlücke rückwärts einparken. 😎

Sollte es unter den Lesern noch Campinganfänger geben, hier noch ein Tipp in Bezug auf die Nahrungsmittelversorgung. Da es ja nicht ratsam ist, Lebensmittel irgendwelcher Art in diesen Kontinent einzuführen (Querverweis zum apple and orange incident), ist man ja darauf angewiesen, sich die entsprechende Ausstattung im Supermarkt seiner Wahl zu besorgen. Dabei finde ich es immer ein wenig ärgerlich, wenn gewisse „Basis“-Produkte wie Salz, Zucker oder Soßen u.ä. nur in Packungsgrößen angeboten werden, die man unmöglich in 10 Tagen aufbrauchen kann. Solltet ihr aber ganz zufällig in bestimmten (Fastfood-)Restaurants oder an Raststätten vorbeikommen (und dort natürlich auch etwas essen), dann liegen da manchmal so Mini-Abpackungen von allen möglichen Gewürzen & Co. …. Also nur so als theoretische Richtgröße – ca. 10 Mini-Salztütchen auf einen Topf Nudeln war ein ganz gutes Mischungsverhältnis. Und wenn das Wohnmobil keine Käsereibe haben solltet, das geht auch ganz hervorragend mit dem Kartoffelschäler. 😉



Die Campingplätze waren alle wirklich schön – die google-Bewertungen geben da einen guten Überblick über die Dinge, die einen ggf. stören könnten oder auf die man besonderen Wert legt. Wobei der Platz an den Niagarafällen mir persönlich am wenigsten gefallen hat, aber das lag lediglich daran, dass er so riesig und überlaufen war. Alle Plätze, auf denen wir gestanden hatten, hatten einen Pool oder einen See zum Schwimmen, waren gut gepflegt und alle lagen wunderschön im Grünen. (Zum Leidwesen der internet-affinen Mitreisenden hatten nicht alle WLan und an ein, zwei besonderes schön (ab)gelegenen Plätzen war es sogar mit dem Handyempfang schwierig. Für „Digital Detox“ aber mal gar nicht so schlecht. 🙂


Es ist alles so grün (und momentan auch sehr warm) hier, dass mir die Vorstellung ein wenig schwerfällt, dass es hier sechs Monate im Jahr kalt und verschneit sein soll. Aber es gibt immer mal Schilder am Straßenrand, die einen daran erinnern. Die Warnungen vor Vereisungen von Brücken zum Beispiel. Oder vor Schneeverwehungen. Oder die Hinweise oder Verbotsschilder für Schneemobile entlang einer gewöhnlichen Straße. 😀

Vielleicht sollte man auch im Winter einmal vorbeikommen. Aber dann vielleicht nicht unbedingt im Wohnmobil. 🙂








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