Unsere letzte Station auf unsere Reise durch den kanadischen Osten: die zweitgrößte Stadt Kanadas mit etwa 1,8 Millionen Einwohnern.

Montréal ist wieder klar französisches Gebiet. Die offizielle Sprache der Stadt ist Französisch (also… kanadisches Französisch :-)) auch wenn zum Glück der größte Teil der Menschen zusätzlich auch Englisch spricht. Benannt ist die Stadt heute (früher hieß sie Ville Marie) nach dem Berg, der sich mitten in der Stadt erhebt – dem Mount Royal. (Eigentlich sind es eher drei Hügel, maximal 230 Meter hoch.)
Laut Internet handelt es sich bei Montréal um eine der lebenswertesten Städte der Welt. Die Stadt ist Austragungsort zahlreicher Sport-, Kunst- und Musikveranstaltungen (u.a. auch der Formel 1 Grand Prix von Kanada) und besonders bei jungen Menschen und Studenten besonders beliebt. Vor allem in Bezug auf modernes Design soll es in der Stadt viel zu entdecken geben. (Montréal ist auch offizielle „Unesco City of Design“.)
Aber während sich die beiden älteren Teenager sofort hochmotiviert auf den Weg machten, waren Nummer 3 und ich wieder ein wenig stadtbesichtigungsfaul und beschränkten uns – nachdem wir das Wohnmobil erfolgreich und ohne Beschädigungen wieder abgegeben hatten – auf die Altstadt mit dem alten Hafen („Vieux-Port“)…



… der Basilika Notre-Dame…

…und die Straßen im und um das Quartier des Spectacles.












Das Quartier des Spectacles ist das Künstler- und Kulturviertel von Montreal, mit Veranstaltungshallen, Museen und zahlreichen Freiluftausstellungen und -festivals. Eines dieser Festivals fand zufällig auch gleich am Abend unserer (ersten) Ankunft in Montréal statt. Bis spät in die Nacht (wohlgemerkt an einem ’normalen‘ Wochentag ;-)) waren unzählige Menschen auf der Straße, es gab Live-Musik und an vielen verschiedene kleinen Stände wurden die unterschiedlichsten Dinge angeboten. Eine besondere Installation in diesem Teil der Stadt ist „The Ring“ – ein riesiger beleuchteter Metallring, der erst bei Nacht richtig zur Geltung kommt.

Aktuell gibt es eine ganz besondere Kunstaktion in Montréal: Le Mignonism. Über die Innenstadt verteilt finden sich an den unterschiedlichsten Plätzen insgesamt 15 überdimensionierte pinke Figuren („Mr. Pink). Zufälligerweise hatten wir genau so eine Figur auch in Québec gesehen – ohne zu wissen, was es damit auf sich hat.



Nach so viel interessanter Kultur 🙂 und nach den vielen Wanderungen und Spaziergängen der letzten Tage, war es Zeit für ein wenig „Belohnung“ für Musketier Nummer 3. Und diese gab es in Montréal in dreierlei Form:
1. Kulinarische Stärkung im „Time Out Foodmarket“. Im Prinzip eine Ansammlung von verschiedenen Restaurants in einem Einkaufszentrum (wie man es von einem „Food Court“ in den großen Malls in Amerika kennt) – allerdings gibt es hier Restaurants aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt und es handelt sich nicht um irgendwelche Fastfoodketten, sondern ‚echte‘ Restaurants, in denen das Essen frisch zubereitet wird. Wir konnten uns gar nicht entscheiden, was es für uns sein sollte, so groß war die Auswahl und so lecker sah alles aus. (Übrigens ganz interessant: Die untersten Stockwerke des Einkaufszentrums, in dem sich der Time Out Markt befindet, sind Teil der so genannten Underground City von Montréal – einer riesigen Anlage aus Ladenpassagen und Tunneln, die verschiedenste Orte der Stadt unterirdisch miteinander verbinden. Perfekt, wenn man in einer Stadt, in der die Temperatur im Winter in der Regel deutlich unter 0 Grad fällt, möglichst wenig Zeit draußen in der Kälte verbringen möchte.)



2. Befriedigung des Spieltriebs in einer der Arcades der Stadt – eine große Halle voller unterschiedlichster Spielautomaten. Da blieben keine (Teenager-)Wünsche offen. 🙂

3. Erkunden der Stadt „von oben“ im Kletterpark und beim Zip-Lining quer über den alten Hafen der Stadt.



Und dann… waren dreieinhalb Wochen Urlaub auch schon wieder vorbei. Was für ein wunderschönes Land dieses Kanada. Hier möchte ich auf jeden Fall noch einmal hin. Und das nächste Mal vielleicht sogar eine Fahrt quer durch das ganze Land? (Auch wenn ich vor einer gewissen „langweiligen und eintönigen“ Strecke durch die zentralen Provinzen Saskatchewan und Manitoba gewarnt wurde. :-D) Auf jeden Fall das nächste Mal aber wieder zusammen mit dem, der dieses Mal nicht dabei sein konnte. Und vielleicht fällt der Abschied vom Urlaub dieses Mal auch ein wenig leichter als sonst – wegen der großen, großen Freude auf das Wiedersehen zuhause. ❤






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