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Bergen, Norwegen

Bergen, Norwegen

Nächster Halt war Bergen, die zweitgrößte Stadt Norwegens und hätte Ålesund nicht am Tag zuvor schon mein Herz erobert, so hätte auch Bergen gute Chancen auf den Titel „schönster Stopp in Norwegen“ gehabt. Vielleicht hat auch das Wetter ein wenig seinen Teil zum Sieg Ålesunds beigetragen, denn in Bergen waren die trockenen Abschnitte ein wenig rarer als am Tag zuvor und am Ende des Tages hatten wir nach einigen Kilometern Stadtrundgang wieder recht nasse Füße. 😀

Die haben sich aber allemal gelohnt, denn Bergen hat ein paar sehr hübsche Ecken zu bieten. Da ist die Altstadt mit ihren vielen hübschen (Holz-)Häusern, Kirchen, Gassen und Parks, mit Statuen von berühmten Künstlern wie Grieg oder Ibsen, mit einem kleinen „Walk of Fame“ und dem Hafen von Bergen.

(In Bergen ist sogar das örtliche McDonald’s in einem hübschen Holzhäuschen untergebracht. :-D)

Da gibt es den Fischmarkt, auf dem so ziemlich jedes Meerestier angeboten wird, das man sich vorstellen kann. Unter anderem auch Walfleisch, roh oder in verschiedenen Zubereitungsarten. Walfleisch ist aus guten Gründen in der EU verboten und so gab es bereits auf dem Schiff zahlreiche Hinweise, auf keinen Fall etwas davon (zum Beispiel in Form von Salami) mitzubringen. Neugierig auf den Geschmack waren wir allerdings schon und so haben wir an einem der vielen Stände ein Stück zum Probieren bekommen… ich würde sagen, vom Geschmack her ein wenig wie eine Mischung aus Wild und Fisch; von der Konsistenz aber deutlich näher an Fleisch als an Fisch.

Unser nächstes Ziel war der 320 Meter hohe Berg Fløyen, von dem aus man (selbst bei Wolken und Regen) eine gute Aussicht über die Stadt und den Hafen hat. Nach oben zu nahmen wir die Standseilbahn und wanderten anschließend durch den wirklich märchenhaften Wald (und den Regen :-)) wieder hinab. Wenn außer in Island und auf den Färöern noch irgendwo auf der Welt Trolle wohnen, dann bestimmt in diesem Wald.

Anschließend führte uns der Weg durch die Stadt zur Festungsanlage von Bergen. Herzstück der Festung ist die Håkonshallen – irgendwann im 13. Jahrhundert für den König erbaut, wird sie auch heute noch für offizielle königliche Anlässe genutzt.

Abschluss und Highlight unseres Tages in Bergen bildete das Hanseviertel Bryggen – ein überwiegend aus bunten Holzhäusern bestehendes Stadtviertel. Bergen entwickelte sich nach seiner Gründung im 11. Jahrhundert sehr schnell zu einer sehr bedeutenden Hafen- und Handelsstadt. Die heutige Anlage, die vorwiegend kleine Läden, Restaurants und Museen beherbergt, ist nur ein kleiner Teil des früheren Hanseviertels, aber es ist absolut sehenswert. Und nicht nur das… es ist auch bereits seit 1979 Unesco Weltkulturerbe. 😉

Und bei der Abfahrt aus Bergen wieder eine wunderschöne Kulisse aus Meer, Inseln und Bergen (im doppelten Sinne)… Norwegen ist schon wirklich sehr schön.

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