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Oslo

Oslo

Zwei Wochen sind wie im Flug vergangen und die Sorge, man könnte sich bei so einer längeren Reise auf dem Schiff vielleicht langweilen, war definitiv unbegründet und das trotz der zusätzlichen, ungeplanten Seetage. Als letzten Hafen legten wir in Oslo, der Hauptstadt Norwegens an und bezogen dort für ein paar Tage Zeit ein kleines Hotel unweit vom Zentrum.

Die Hauptattraktionen Oslos liegen anders als die letzten Tage nicht ganz so sehr in der Natur, die Norwegen zurecht so besonders macht, sondern mehr in Museen, Kunst und Kultur. Wir hatten uns eine kleine Mischung vorgenommen und wollten ein paar Ecken der Stadt zu Fuß erkunden.

Eines der Ziele dabei war natürlich das königliche Schloss. Es befindet sich am Ende der Haupteinkaufsstraße von Oslo, der Karl Johans Gate, und liegt mitten in einem wunderhübschen Park, in dem sich unter anderem auch eine kleine Skulpturensammlung befindet, mit Skulpturen für Kinder von Kindern. Das Schloss ist tatsächlich auch der Hauptwohnsitz der norwegischen Königsfamilie. Es ist daher nur für etwa 2 Monate im Jahr, im Sommer, für Besucher geöffnet.

Als Nächstes ging es für uns vorbei am Norwegischen Parlament und durch den Osloer Hafen (in dem es nicht nur sprechende Mülleimer gibt, die sich in allen möglichen Sprachen der Welt bedanken, wenn man etwas in sie hinein wirft, sondern von dem aus man auch einen schönen Ausblick über den Oslofjord hat)…

…zur Festung Akershus. Teile der Anlage werden heute noch für militärische Zwecke, andere noch beispielsweise für Veranstaltungen der Königsfamilie genutzt. Der größte Teil aber ist mittlerweile eine Freizeitanlage, in der es sich ganz wunderbar spazieren gehen lässt.

Obwohl die Auswahl in Oslo riesig ist, haben wir nur eines der unzähligen Museen der Stadt besucht – das Nobel-Friedenszentrum, ein Museum über den Friedensnobelpreis.

Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Bahnhof und in der früheren Bahnhofshalle finden wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Daneben gibt es die Dauerausstellung zum Friedensnobelpreis mit Informationen zur Entstehung des Preises selbst und zu den bisherigen Preisträgern, die den Preis seit 1901 erhalten haben. Für jeden Einzelnen gibt es in einem separaten, abgedunkelten Raum jeweils ein Art Leuchtstab, der stetig die Farbe wechselt und an dessen Ende sich jeweils ein kleiner Monitor befindet. Tritt man an den entsprechenden Stab heran, so erscheinen auf dem Bildschirm Informationen zum jeweiligen Preisträger. Eine wirklich spannende Installation.

Unsere Wege führten uns anschließend entlang der Telthusbakken, einer hübschen kleinen Straße mit Kopfsteinpflaster und alten, traditionellen Holzhäuschen…

… zum Vår Frelsers Gravlund, einem Friedhof im Zentrum von Oslo, in dem unter anderem der Schriftsteller Henrik Ibsen und der Maler Edvard Munch begraben liegen.

Der Weg zu unserem nächsten Ziel führte uns am Akerselva entlang. Der Fluss, der sich durch mehrere Stadtteile von Oslo schlängelt, ist nur etwa 10km lang, hat auf dieser Strecke aber immerhin stolze 23 Wasserfälle zu bieten.

Für eine Stärkung zwischendurch kann ich euch übrigens die Mathallen empfehlen. Hier lässt das kulinarische Angebot wirklich keine Wünsche offen und dank der riesigen Auswahl an unterschiedlichsten Leckereien tut die Tatsache, dass ein Bier in Norwegen gern mal um die 10 Euro kostet, auch ein kleines bisschen weniger weh.

Eines der absoluten Highlight von Oslo ist sicherlich der Vigeland-Park – eine riesige Skultpurenausstellung des Künstlers Gustav Vigeland im Frognerpark von Oslo. Insgesamt gibt es hier über 200 Skulpturen aus Stein und Bronze. Neben den Skulpturen hat Vigeland auch die Pläne für den Park selbst entworfen, inklusive eines Springbrunnens, eines Monolithen, der die Entwicklung des Menschen durch alle Lebensstadien hinweg zeigen soll, und einer Skulpturengruppe, die den Kreis des Lebens darstellt. Eines der Wahrzeichen Oslos ist das Sinnataggen (auf deutsch etwa „der kleine Trotzkopf“), die Skulptur eines kleinen, wütenden, mit dem Fuß aufstampfenden Kindes. Angeblich soll es Glück bringen, wenn man die Figur berührt…. 🙂

Unser letztes Ziel in Oslo war der Ekeberg. In diesem Stadtteil von Oslo, etwas entfernt vom Zentrum, lässt sich hervorragend eine kleine Wanderung mit ein wenig Kultur und einem Ausblick über die Stadt kombinieren. Neben mehreren Skulpturen und Kunstinstallationen an den unterschiedlichsten Stellen und manchmal auch versteckt mitten im Wald findet sich hier auch die Stelle, an der Edvard Munch das Erlebnis gehabt haben soll, dass ihn zu seinem Gemälde „der Schrei“ inspirierte. Der Fjord und die Stadt, auf die man von hier aus blicken kann, sollen sich im Hintergrund des berühmten Kunstwerks wiederfinden.

Oslo ist auf jeden Fall einen Besuch wert und gerade für Kunstinteressierte hat die Stadt unglaublich viel zu bieten. Aber in Bezug auf Charme und den Zauber der norwegischen Natur hat es auch Oslo gegen Orte wie Ålesund und Bergen schwer. 🙂

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