
Das wichtigste bei so einer Reise ist gründliche Planung! Schließlich hätte man ohne einen ausgefeilten Plan nichts, was man am ersten Tag der Reise voller Freude über die eigene wahnsinnige, verrückte Spontanität über den Haufen werfen kann.
Gesagt, getan. Statt Krakau nur einen Blitzbesuch abzustatten und dann weiter zum geplanten Campingplatz in Tarnow zu fahren, haben wir beschlossen, den Abend und die Nacht in Krakau zu verbringen. Zum unserem Glück fand sich auch noch ein freier Campingplatz nicht weit vom Zentrum. Also Wohnmobil an den Strom angeschlossen und zu Fuß die nächste Bushaltestelle angesteuert. Dort angekommen trafen wir auf eine sehr nette Frau, die unsere Versuche, die richtige Verbindung herauszufinden, zunächst mitleidig blickend verfolgte und uns schließlich in fließendem Englisch ihre Hilfe anbot… sie müsse zu einem Geburtstag ins Stadtzentrum. Wir könnten ihr einfach folgen und sie würde uns jeweils zeigen, welchen Bus und anschließend welche Bahn wir nehmen müssten. Oder wäre es uns lieber, wenn sie auf Deutsch mit uns spricht? Das wäre auch ok. Sie wohnt eigentlich in London, ist dort Dolmetscherin für Polnisch und Arabisch, ist aber jetzt für ein paar Tage in Krakau, um ihre Mutter zu besuchen. Und wo wir denn eigentlich herkämen? Sie hätte ja gerade auf ihrer Reise gestern auch einen Zwischenstopp in Deutschland gemacht…. in Düsseldorf…

Die Reise bis hierher lief hervorragend. Dank Mautsystem ist die Autobahn in einwandfreiem Zustand und man kommt superschnell voran. (Ich finde diesen Punkt an dieser Stelle unbedingt erwähnenswert, da ich ahne, dass dies nicht für alle folgenden Reiseabschnitte zutreffen wird ;-)) Das Reisen im Wohnmobil macht wirklich Freude und ist für die drei Jungs einfach großartig.


Der Abendbesuch der Krakauer Altstadt hat sich absolut gelohnt. Eine wunderschöne alte Stadt mit einem riesigen Marktplatz, Pferdekutschen und alten Stadtmauern auf der einen Seite und supermoderner Einkaufspassage und Open Air Kino auf der anderen. Auch temperaturseitig war der nächtliche Besuch definitiv eine gute Idee – gegen 22 Uhr waren es immer noch angenehme 26 Grad.



Kulinarische Spezialität der Stadt sollen übrigens Krakauer Brezel sein… sind aber gar keine Brezel sondern eine Art Sesamringe. Die Brezel daneben werden – laut Aussage der Dolmetscherin – extra für die ausländischen Besucher hingelegt… um den Unterschied zu zeigen. 🙂

Morgen geht es dann weiter nach Lviv, in die Ukraine. Aber vorher muss ich noch kurz googlen, ob Teile von Harry Potter vielleicht in Krakau geschrieben oder gedreht wurden. Zumindest die Vorlage für eine gewisse Zaubererbank scheint von hier zu stammen…








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