Budapest ist wunderschön!
Und Budapest per Fahrrad zu erkunden, fällt in die Kategorie von Ideen, die sich erstmal ganz fantastisch anhören…




Es gibt auch an jeder zweiten Ecke unzählige Verleihstationen. Darunter auch diese, bei denen Ausleihen und Rückgabe ganz einfach über das Handy läuft und bei denen man an jeder beliebigen Station überall in der Stadt Räder leihen oder zurückgeben kann. Eine großartige Erfindung wie ich finde.
Und der große Vorteil der Räder liegt natürlich darin, dass man wesentlich schneller von A nach B kommt. Und da wir nur einen Tag zur Erkundung eines winzigen Teils dieser schönen Stadt zur Verfügung hatten, war der Zeitfaktor von entscheidender Bedeutung.

Aber die Wahrheit ist: Radfahren in Budapest ist Kampf!
Kampf um schmerzfreie Sitzpositionen angesichts von bis zu 20cm hohen, nur in Ausnahmefällen abgesenkten Bordsteinen. Und Wegen, bei denen auch mit dem Fahrrad einiges an Treppenstufen überwunden werden muss, da es keine alternativen Routen gibt.

Kampf um Kondition und Ausdauer berücksichtigt man die Tatsache, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der von uns angesteuerten Sehenswürdigkeiten auf Hügeln, Anhöhen oder Bergen liegt.

Und Kampf ums nackte Überleben, sollte man sich aus Versehen mit seinem Fahrrad auf die Straße verirren. Autofahren in Budapest ist ein Wettstreit zwischen Autofahrern, um das ihnen auf der Straße zustehende Stück Asphalt. In dieser Disziplin ist man als Fahrradfahrer nahezu chancenlos.
Der netteste aller Fahrradverleiher hatte uns gestern Abend bereits sehr ans Herz gelegt, die Straßen möglichst zu meiden. Es sei denn, es gibt ausgewiesene Radwege – diese werden auch von den Autofahrern größtenteils respektiert. Stattdessen sollten wir lieber auf den Gehwegen fahren.

Gesagt, getan! Nur wurde der Fußweg überraschenderweise auch von einer recht hohen Zahl an Fußgängern benutzt. Sich mit dem Fahrrad in Fußgängerzonen und an engen Stellen auf dem Bürgersteig zwischen Passanten durchzuschlängeln, würde einem in Deutschland (abgesehen davon, dass es verboten ist) mit Sicherheit einige böse Flüche oder Schlimmeres einbringen. In Budapest scheinen die Fußgänger zu wissen, dass der arme Fahrradfahrer gar keine andere Wahl hat und zeigen unfassbar viel Verständnis.

Tatsache ist, ohne die Räder hätten wir vermutlich nicht einmal die Hälfte von den Orten gesehen, die wir heute besucht haben. Und allein deswegen hat es sich mehr als gelohnt.
Wir haben die Markthalle mit all den leckeren Ständen besucht (und uns noch zwei kleine ungarische Baumkuchen zur Stärkung mitgenommen).



Sind von Pest aus über die berühmte Kettenbrücke nach Buda gefahren. Haben uns dort die steilen Wege zum Gellértberg und zur Budapester Freiheitsstatue hochgestrampelt und wurden mit einer traumhaften Aussicht belohnt.




Und sind schließlich auch noch die Anhöhe zur Fischerbastei hinaufgefahren. Eines der schönsten Ziele in Budapest überhaupt. (An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Tippgeber – den Palinka gab es dann am Abend. :-))






Hatte ich schon erwähnt, dass es sich bei der Fischerbastei um ein UNESCO Weltkulturerbe handelt? 😀

Ebenso wie beim Burggarten-Basar als Teil vom „Weltkulturerbe Uferbereich der Donau“ , in den wir auf dem Weg – mehr im Vorbeifahren – auch noch kurz reingeschaut haben.




Jetzt sind wir gut erschöpft und haben mit Sicherheit ein paar blaue Flecken mehr, aber das war Budapest auf jeden Fall wert! Eine wirklich beeindruckend schöne Stadt.






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