Wie in einem guten Film habe ich mir für den finalen Blogeintrag für diese Reise noch ein paar kurze Passagen aufgehoben, die teilweise nicht in die jeweiligen Tagesberichte gepasst haben oder aus unterschiedlichsten Gründen der reisegruppeninternen Zensur zum Opfer gefallen sind. Hier nun also in vollkommen willkürlicher Reihenfolge noch die letzten Dinge, die ich unbedingt noch mitgeteilt haben wollte 🙂
Beobachtungen.
Wenn der Vermieter betont, dass im Kofferraum auch die Auffahrkeile zum Nivellieren des Wohnmobils liegen, tut er das, um dir ans Herz zu legen, diese zu verwenden, um das Fahrzeug in einen gerade Stand zu bringen. (mit Wasserwaage-App prüfen)
Alternativ bei lässiger „Ach-das-geht-schon-so“-Einstellung von Wohnmobil-Neulingen einfach vor dem Duschen schon mal ausreichend Tücher zum Aufwischen bereitlegen. Dabei beachten: Wasser fließt immer bergab – im Zweifel auch durch das gesamte Wohnmobil.
In Wien sind gesamte Bezirke als Kurzparkerzonen definiert, ohne dass an den Parkplätze selbst nochmal explizit darauf hingewiesen wird oder es unbedingt anderweitig irgendwie ersichtlich wäre. In diesen Zonen darf nur mit gültigem Parkschein geparkt werden. Parkuhren stehen allerdings nicht in jeder Straße. Parken ohne gültigen Parkschein kostet in Wien 38 € 😉
Obwohl in den meisten der bereisten Länder die täglichen Lebensmittel nur wenige Cent kosten (Ausnahme: importierte „Markenprodukte“), ist Tanken mit Ausnahme der Ukraine in allen Ländern etwa so teuer wie bei uns. Merkwürdig angesichts des sehr unterschiedlichen Lohnniveaus.
Einige eingefleischte Wohnmobilfahrer grüßen sich untereinander so wie Motorradfahrer das tun. Besonders übermotivierte Erstlingswohnmobilfahrer in dieser Reisegruppe grüßten gegen Ende der Reise dann überschwänglich jedes annähernd wohnmobilgleiche Gefährt mit Handzeichen und manchmal sogar durch Betätigung der Hupe.
In Rumänien und der Ukraine stehen gefühlt mehr Kirchen am Straßenrand als Wohnhäuser.
Die für den jeweiligen Reisetag geplanten Fahrkilometer sollten umso geringer sein, je weiter die Fahrtstrecke im Osten Europas liegt.
Der Schulterblick ist im Wohnmobil völlig nutzlos.
Es gibt nichts, was sich nicht auf Pferdewagen transportieren ließe. Von Holzstämmen über Wassermelonen und Baumaterial bis zu größeren Menschengruppen ist alles möglich.
In den bereisten Ländern werden wahnsinnig viele Sonnenblumen angebaut.
Nur Anfänger sagen „Wohnmobil“. Die Profis nennen das Fahrzeug cool und lässig einfach nur ‚WoMo‘.
Die Polizei in der Slowakei hat neben fest installierten Blitzern auch mobile Geräte. Geschwindigkeitsübertretungen außerorts um ca. 20km/h kosten hier 50 €. 😉
(PS: ca. 500m weiter in Ungarn hätte dasselbe Vergehen ca. 250 € gekostet)
Bei solch einer Reise sollte man unbedingt einen handwerklich / technisch begabten Mitreisenden dabei haben. Nur für den unwahrscheinlichen Fall von Überschwemmungen im Wohnmobil, nicht ablaufendem Wasser in der Spüle oder unerwartetem Ausfall des Abblendlichts.
Und schließlich… sollten euch von der ukrainischen Familie etliche Gläser mit eingewecktem Obst, Marmelade u.ä. mitgegeben werden, muss vor allem das Glas voller Honig ausreichend vor Erschütterungen (beispielsweise durch Schlaglöcher auf ukrainischen Straßen) geschützt werden. Die Reinigung von zwei Liter ausgelaufenem Honig im Kofferraum dauert etwa 2 Stunden. Anschließende vollständige ‚Klebefreiheit‘ der Unterlage kann nicht garantiert werden.
Wir hatten unseren Spaß! 🙂






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