Eine der besonders schönen Seiten meiner Arbeit ist die Möglichkeit ein bis zwei Mal im Jahr unsere französischen Kollegen in Straßburg zu besuchen. Auch wenn der Hauptgrund für meinen Besuch dann natürlich die Teilnahme an gemeinsamen Konferenzen und Meetings vor Ort ist, bleibt doch in der Regel noch genügend Zeit, um auch ein wenig die Schönheit dieser Stadt im Elsass zu genießen. Und da sich Straßburg in der Vorweihnachtszeit meiner Meinung nach von einer ganz besonders schönen Seite zeigt (und ganz zufällig auch noch eine Partnerstadt von Dresden ist 😉 , ist ein Besuch der Straßburger Weihnachtsmärkte definitiv einen kleinen Blogbeitrag wert.

Die Weihnachtsmärkte verteilen sich dabei auf mehrere Standorte in der Innenstadt, wobei ein Markt dabei schöner ist als der andere.
Auf dem zentralen Kléberplatz steht traditionell eine riesige, etwa 30 Meter hohe Tanne aus den Vogesen. Die Kollegen erzählten, dass dieses Jahr beim Aufbau die Tanne beschädigt wurde und daher ein zweiter Baum gefällt werden musste. Dieser zweite nahm beim Transport nach Straßburg dann wohl Schaden, so dass insgesamt drei dieser stattlichen Bäume für den diesjährigen Weihnachtsmarkt gefällt werden mussten.

Umgeben ist der Place de Kléber von der wunderschönen historischen Altstadt von Straßburg, die komplett von der Ill umschlossen wird und von mehreren Kanälen durchzogen ist.

Ganz typisch für die Altstadt sind unzählige kleine und winzige Gassen gesäumt von alten Fachwerkhäuser. Viele davon mit so steilen Dächern, dass es in den Häusern mitunter bis zu vier Dachgeschosse gibt.


Zentrales Bauwerk und das Wahrzeichen der Stadt ist das Straßburger Münster – die Cathédrale Notre-Dame. Insgesamt gibt es eine beträchtliche Anzahl größerer und kleinerer Kirchen in Straßburg, so dass die Stadt auch den Beinamen ‚Ville aux mille églises‘ (Stadt der tausend Kirchen) trägt. Unnötig eigens zu erwähnen, dass es sich bei der Straßburger Altstadt und ihrer Kathedrale um ein Unesco Weltkulturerbe handelt.
🙂


Mit seiner Nähe zur deutschen Grenze und der Lage im Elsass hat die Stadt eine recht wechselvolle Geschichte hinter sich. Dabei hat die deutsche Kultur in einigen Bauwerken und die deutsche Sprache an zahlreichen Stellen doch immer wieder deutliche Spuren hinterlassen. Ganz besonders der Elsässer Dialekt erinnert einen oft an das eine oder andere deutsche Wort.



Und nicht nur beim Namen des Weihnachtsmarktes am Rathaus, auch beim Betrachten des Angebots der Buden dort, fühlt man sich fast wie zuhause. Von Bredele (Plätzchen) und Spaetzle bis zu Kugelhupf, Knackwurst, Männele (im Düsseldorfer Raum ‚Weckmänner‘) und Schwibbögen ist hier alles dabei. Mein Favorit ist definitiv das ‚Hutzelbrot‘ von Mathilde – was auch immer sich genau dahinter verbirgt. 🙂




Das Schönste an Straßburg in der Vorweihnachtszeit ist für mich aber definitiv die wunderschöne und liebevolle Dekoration der Straßen und Häuser. Jede Gasse, jedes Haus individuell und aufwendig dekoriert und beleuchtet. Teddybären, Engel oder echte Kronleuchter über der Straße… keine Straße gleicht der anderen. Nach jedem Besuch im Dezember freue ich mich schon aufs nächste Jahr.





Und zum Abschluss… noch ein weiterer nicht unwesentlicher Grund für meine Liebe zu dieser Stadt, zu diesem Land Frankreich…. wenn die Franzosen sich auf eins verstehen, dann auf gutes Essen. Und vor allem Nachtisch und Süßpeisen aller Art können Sie wie kein Zweiter. Ich denke rein kulinarisch gesehen, bin ich zu einem nicht unbeträchtlichen Teil Französin 🙂







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