Souverän haben wir alle Schleusen gemeistert, uns erfolgreich beim Durchfahren niedriger Brücken geduckt und den Sonnenschirm gerade noch rechtzeitig zusammengeklappt und staunend auch zwei Aquädukte und einen Fluss überquert (da wurde der wasserführende Kanal mal eben als Brücke weitergebaut – also meine Begeisterung und Hochachtung vor dieser architektonischen Meisterleistung (man bedenke den Bauzeitpunkt) ist den Erbauern gewiss)…

…um am frühen Nachmittag im Hafen von Carcassonne anzulegen. Nach kurzem Gespräch mit dem (sehr netten) Hafenmeister war schnell ein Liegeplatz gefunden. Das Bötchen wurde mit Strom und Wasser versorgt und wir machten uns auf zu einer kleinen Erkundungstour durch die Stadt.
Carcassonne besteht im Groben aus zwei Stadtteilen: Der Unterstadt am linken Flussufer und der Altstadt mit der berühmten Festungsanlage Cité von Carcassonne auf der gegenüberliegenden Seite. Die Unterstadt stellt das heutige Zentrum von Carcassonne dar. Aber auch sie hat, wie es sich für eine im Mittelalter blühende Stadt gehört, ganz wunderbare kleine Gassen und Plätze, die die Café- und Restaurantbesitzer auch hier wieder exzellent zu nutzen wissen. 😉





Und ich liebe diese kleinen, liebevoll gestalten Läden, in denen oft typische regionale Produkte angeboten werden – sicherlich vorwiegend für den einen oder anderen Touristen, aber das macht die Läden nicht weniger schön. 🙂

Und neben den Geschäften mit Lavendel und Olivenöl oder Fleur de Sel fanden wir auch noch dieses Paradies… ich wollte gar nicht wieder gehen. 😀

Die Festung auf der anderen Seite der Aude ist absolut sehenswert und mit den unzähligen Läden und Restaurants im Inneren der Festungsanlage wirklich ein Erlebnis. Tatsächlich ist das Innere der Festung auch immer noch bewohnt. Allerdings haben Tausende von anderen Menschen ebenfalls den Wunsch, dieses UNESCO Weltkulturerbe 😉 zu besichtigten. Wer Menschenmassen auf engem Raum und großem Gedränge ähnlich wenig abgewinnen kann wie ich, der sollte lieber in den Morgenstunden oder am späteren Abend zur Cité hinauf wandern. Lohnenswert ist der Aufstieg auf jeden Fall. Schon die Aussicht auf die Burg und die zum anderen Ufer führende Brücke sieht aus wie mit Photoshop gebastelt.





Vor dem Eingang zur Festung gibt es außerdem einen alten wunderschönen Friedhof, der durchaus den Friedhöfen, die wir in New Orleans gesehen haben, als Vorlage gedient haben könnte.


Da uns die Stadt so gut gefällt und wir bei Weitem noch nicht alle Crêperien getestet haben, werden wir auch morgen noch hier bleiben und uns erst am Mittwoch wieder auf den Rückweg nach Argens machen.






Hinterlasse eine Antwort zu Lioba Antwort abbrechen