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Le Brévent

Falls ihr wissen möchtet, wie wir den Tag im Europapark verbracht haben, lest am besten einfach den Artikel von vor zwei Jahren nochmal. Bis auf die Reihenfolge der verschiedenen Attraktionen, die Tatsache, dass es mittlerweile die Möglichkeit gibt, sich an einigen Attraktionen auch virtuell anzustellen, so dass man eine feste Zeit zugewiesen bekommt, zu der man sich bei der jeweiligen Achterbahn einfinden muss, um dann direkt durchgehen zu können (großartige Neuerung!) und natürlich der Maskenpflicht in jeder Attraktion, dürfte es kaum Unterschiede geben. 🙂 Die Temperaturen waren allerdings um einiges angenehmer als bei unserem letzten Besuch, so dass ich zur Erfüllung meiner Aufgabe als amtlicher Taschen- und Rucksackhalter nicht ständig mit der Suche nach einem Schattenplatz und einem kalten Getränk beschäftigt war. Am Ende des Tages wurde mir bescheinigt, dass ich meine Aufgabe zur Zufriedenheit der Herren erfüllt hatte, so dass ich auch nächstes Mal wohl wieder mitkommen darf. Juhu.

Der kürzeste Weg vom Europapark nach Chamonix führt quer durch die Schweiz – anders als in Österreich gibt es die Vignette für die Autobahn übrigens nur für jeweils ein komplettes Kalenderjahr. Sie kostet charmante 40 Schweizer Franken (egal wann man sie im Jahr kauft) und gilt dann jeweils bis Ende Januar des Folgejahres. Der Grenzübergang nach Frankreich liegt völlig unauffällig in irgendeinem kleinen Bergdorf mitten in den Alpen. Ich habe die Serpentinen auf dem Weg dahin (und von dort bis nach Chamonix) nicht gezählt, würde die Strecke für Menschen, die zur Reisekrankheit neigen, allerdings nur sehr eingeschränkt empfehlen. 😉

Chamonix (offiziell Chamonix-Mont-Blanc) liegt auf etwa 1.000 Meter Höhe an der Arve zwischen den Bergen des Mont-Blanc-Massivs auf der einen Seite und der Bergkette der Aiguilles Rouges („rote Spitzen“) auf der anderen Seite. Da wir recht spät angekommen waren, mussten wir natürlich erst einmal vernünftig ausschlafen und konnten zum Aufstehen, dann aus unserem Fenster direkt auf den Mont Blanc schauen. Das war schon ganz hübsch. 🙂

Ausschlafen hieß aber, dass wir uns für das Tagesprogramm erst spät auf den Weg machten und so beschlossen wir, uns den Mont Blanc für einen anderen Tag aufzuheben und zunächst eine Nummer kleiner anzufangen und mit der Seilbahn auf den Gipfel des Brévent auf etwa 2.500 Meter zu fahren.

Eigentlich wollten wir oben nur einen kleinen Rundwanderweg gehen, aber das Wetter war schön, die Stimmung war gut und alle waren hochmotiviert, also entschieden wir, einfach gleich bis nach Chamonix zurück zu wandern. 8 km bergab, etwa 1.500 Höhenmeter… wortwörtlich über Stock und Stein. Mich beschlich die Ahnung, dass das an uns ungeübten Bergwanderern nicht ganz spurlos vorbeigehen würde… 😉

Landschaftlich war der Abstieg aber einfach nur wunderschön und als besonderes Highlight für die Jungs gab es tatsächlich noch zwei, drei Schneefelder auf dem Weg.

Als besonderes Highlight für mich trafen wir unterwegs außerdem noch zwei Alpensteinböcke (oder Gämsen? Ist das dasselbe?), ein Murmeltier (dafür müsst ihr auf dem zweiten Foto ein wenig genauer hinschauen :-)) und zahllose Schmetterlinge.

Je tiefer wir kamen, um so mehr wurden Steine und Felsen von Wiesen und Bäumen abgelöst bis schließlich der letzte Teil des Weges gänzlich durch den Wald führte, Walderdbeeren und Himbeeren inklusive.

Nach etwa dreieinhalb Stunden waren wir zurück in Chamonix – mit müden Füßen aber doch ziemlich zufrieden mit unserem erfolgreichen Abstieg. Wenn wir das so problemlos geschafft hatten, sollte der Mont Blanc doch auch keine wirkliche Herausforderung darstellen. 😀

2 Antworten zu „Le Brévent”.

  1. Avatar von Renate Lehmann
    Renate Lehmann

    Liebe Anja, nachdem wir von der guten Fee gehört haben, daß sie zu Euch fliegt, hatten wir gleich die Hoffnung auf neue tolle Reiseerlebnisse und großartige Bilder. Und Du hast uns nicht enttäuscht, dafür unseren herzlichen Dank. In diesen ungewöhnlichen Zeiten ist die Freude über Deine wunderbaren Berichte noch größer als ohnehin schon immer. Wir wünschen Dir, Deinen 4 Jungs und der guten Fee noch eine wunderschöne Zeit und grüßen Euch ganz lieb aus Dresden, Renate und Hanne

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    1. Avatar von glueckaufreisen

      Ich freu mich so sehr, zu sehen, dass ihr uns auch wieder begleitet. Ganz liebe Grüße zurück von uns 6.

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