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Alles im Lot

Alles im Lot

Nach einem kurzen Stopp in Toulouse, um unsere gute Fee an Bord zu nehmen, geht es in das kleine Dörfchen Douelle. (Den Stadtrundgang in Toulouse haben wir angesichts von 35 Grad im Schatten auf ein anderes Mal verschoben.) In Douelle wartet schon unser Zuhause für die nächsten 7 Tage auf uns – die ‚Vision 45‘.

Nach dem Canal du Midi bei unserer letzten Reise haben wir uns diesmal für eine Hausbootfahrt auf dem Lot entschieden. Der Lot ist etwa 485km lang und auf zwei längeren Abschnitten schiffbar. Der schönere der beiden liegt zwischen Luzech und Larnagol. Da der Wasserstand aktuell allerdings nicht allzu hoch ist, können wir mit unserem Boot von Luzech nur bis kurz hinter Saint-Cirq Lapopie fahren. Eine Strecke von etwas mehr als 60 km mit 14 Schleusen – für eine Woche entspanntes Vor-sich-hin-Schippern genau richtig.

Falls ihr nach einem wunderschönen Urlaubsziel in Südfrankreich in Ruhe und Abgeschiedenheit umgeben von traumhaft schöner Natur und abseits der üblichen Touristenorte sucht, ist das Lot-Tal genau das Richtige.

Unberührte Natur zu beiden Seiten des Flusses. Wälder, Wiesen, Felsen – je nachdem, wie weit der Fluss sich in die Landschaft geschnitten hat. Und ab und zu am Rand ein winziges Dorf, ein kleines Schloss oder ein Weingut.

Das Schloss Caix gehört übrigens der dänischen Königsfamilie, die hier wohl auch regelmäßig Urlaub macht.

Die Rolle des Kapitäns hat natürlich Vova übernommen. Mit Booten kennt er sich aus – das muss man neidlos anerkennen. Mir wurde die Aufgabe des Navigators übertragen. Ein bisschen wie der Beifahrer damals im Auto, mit der Karte auf dem Schoß. Diese Aufgabe hatte ich im Canal du Midi auch schon. Allerdings ist der Canal an allen Stellen gleich tief und große Überraschungen gibt es unterwegs eigentlich nicht. Meine einzige Aufgabe bestand damals also im Grunde darin, zu entscheiden, wo wir anlegen würden und Bescheid zu geben, wann wir kurz davor waren, an einer Schleuse anzukommen. Mit einem natürlichen Gewässer wie dem Lot stellt sich das Ganze ein wenig anders dar. Hier muss man tatsächlich darauf achten, in der auf der Karte angegebenen Fahrrinne zu bleiben, flache Stellen zu umschiffen und an Brücken den richtigen Brückenbogen für die Durchfahrt auszuwählen. Ganz schön viel Verantwortung für jemanden, der die Karte immer in Fahrtrichtung drehen muss, um zu wissen, ob die nächste Kurve nach links oder nach rechts geht. Aber zum Glück haben alle vier Jungs ja immer noch ein Auge drauf. 😀

Der größte Vorteil, den der Lot gegenüber jedem Kanal in Frankreich hat: man kann in ihm schwimmen. Das Wasser ist herrlich klar und sauber. Angeblich – wie mir eine Schleusenbekanntschaft mitteilte – hat der Lot das sauberste Wasser aller französischen Flüsse. Und dazu kommen noch unschlagbare Gelegenheiten an allen möglichen Stellen ins Wasser zu springen. Und wenn es mal keine in der Nähe geben sollte, dann eben vom Boot aus. 🙂

2 Antworten zu „Alles im Lot”.

  1. Avatar von Lioba
    Lioba

    🙂 Das mit dem Kartenlesen kenne ich – ist bei mir genauso :-p Aber es funktioniert! Bislang sind wir doch immer noch da angekommen, wo wir hinwollten. Habt noch eine tolle Woche und weiterhin viel Spaß auf dem Bötchen.

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    1. Avatar von glueckaufreisen

      ja, das ist wahr. irgendwie ist man immer noch angekommen. nicht unbedingt auf dem kürzesten Weg und möglicherweise mit leicht angespannter Stimmung im Fahrzeug, aber angekommen. 😀
      hab vielen Dank du Liebe :-*

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