Urlaub ist Erholung und Entspannung. So soll es sein. Wenn es allerdings nicht gerade das all-inclusive Hotel ist, bleibt bei einer Reise mit fünf Personen immer noch ein ausreichender Teil an Dingen übrig, die organisiert und gemacht werden wollen. Der Plan für den heutigen oder nächsten Tag (und die dazugehörige Überzeugungs- und Motivationsarbeit), die Klärung der Nahrungsmittelversorgung, Abwasch, Aufräumen oder auch der Versuch zwischen sauberer und schon getragener Wäsche zu unterscheiden und im besten Fall dadurch irgendwie dafür zu sorgen, dass alle auch bis zum Schluss der Reise irgendwo was vernünftiges (die Bewertung, welcher Kleidungsstil als vernünftig durchgeht, kann dabei meiner Erfahrung nach definitiv nicht den drei jungen Herren überlassen werden :-D) zum Anziehen finden. Wie schon an anderer Stelle geschrieben, ist gerade die Sicherstellung regelmäßiger Mahlzeiten mit drei Teenagern eine Aufgabe, die nicht nur einen erstaunlich großen zeitlichen Anteil am Tagesablauf einnimmt, sondern auch aufgrund ihres Einflusses auf die allgemeine Stimmungslage an Bedeutung nicht genug betont werden kann.

All diese vielen kleinen Dinge könnten fast in einer Art Urlaubsstress ausarten, hätte ich nicht das unbeschreibliche Glück, mit einer guten Fee zu reisen. Einem Heinzelmännchen das heimlich und in Lichtgeschwindigkeit ein Drei-Gänge-Menü zaubert oder zwischendurch einfach mal ein paar Schnittchen vorbeibringt.

Eine gute Fee, die vor allen aufsteht und schon mal im Ort ein paar Dinge für das Frühstück besorgt. (Gut, wenn der Weinladen jetzt direkt auf dem Weg liegt, dann vielleicht auch noch eine kleine Flasche für später.) Die mal eben noch kurz über das Deck wuselt und dafür sorgt, dass das Chaos, das die Herren in wenigen Minuten an jedem Ort mühelos herstellen können, nicht überhand nimmt. Die Sätze sagt, wie „Lass nur. Du hast genug anderes zu tun. Ich mach das fix.“ und dabei kann „das“ gleichermaßen das Beziehen aller Betten im Handumdrehen oder die Erledigung des Wocheneinkaufs für 6 Personen sein.

Eine gute Fee, die einen fragt, wie es einem geht, die zuhört. Die da ist und die, wenn Not am Mann ist, auch mal eben 600 km durch das Land fährt, um zu Besuch zu kommen. Die sich Zeit nimmt. Die mit den Musketieren in den Urlaub fährt und wenn nötig auch mal ein kritisches Gespräch mit den Herren oder einem selbst führt. Die liebevoll ist und herzlich und einfach immer für einen da. Und dazu schön und klug, tapfer und abenteuerlustig und für jeden Spaß zu haben.

Danke meine Mama. Für den schönen Urlaub, für die schöne Zeit. Für alles. Für die Liebe.

Ich hab dich so lieb. ❤

Eine Antwort zu „Von Heinzelmännchen und guten Feen”.

  1. Avatar von Tom
    Tom

    Unsere Muddi ❤️

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