Wie beschreibt man Aruba am besten, um einen guten Eindruck von dieser Insel zu vermitteln?
Zunächst einmal die Landschaft… Aruba ist trocken. Sehr trocken. Es gibt keine natürlichen Flüsse oder Seen. Es ist das ganze Jahr über sonnig und sehr warm. Die vorherrschenden Pflanzen sind Kakteen und Aloe (eines der Hauptexportprodukte von Aruba) und irgendwelche sehr stacheligen Gräser am Strand, bei denen man es sehr schnell bereut, wenn man aus Versehen durchgelaufen ist. (Für euch getestet!) Es gibt ganze Kakteenwälder. Das ganze Land ist sehr flach – die höchste Erhebung ist der Jamanota mit nur etwa 189m Höhe. Bei der Küstengestaltung wird es dagegen kreativer – hier ist von wunderschönen, schneeweißen Sandstränden vor allem an der Westküste bis zu schroffen Felsen im Norden alles dabei. Ganz angenehm ist der recht kräftige Passatwind, der eigentlich die ganze Zeit über weht und der für ein wenig Abkühlung sorgt. (Nicht umsonst gehören die ABC-Inseln zu den „Inseln unter dem Winde“.)
Was das Leben hier angeht, ist Aruba eine wirklich witzige Mischung aus den unterschiedlichsten Einflüssen und Kulturen. Die offiziellen Landessprachen sind Papiamento und Dutch (Niederländisch). Allerdings sprechen die meisten Menschen zusätzlich auch noch Spanisch und Englisch. Die meisten Straßenschilder (davon gibt es zugegebenermaßen allerdings nicht viele. Gerade auf kleineren Straßen muss man schon genau wissen, wo man lang muss. :-)) sind sowohl auf Dutch als auch auf Spanisch. Papiamento, eine kreolische Sprache, die aus einer Mischung vieler verschiedener Sprachen und Dialekte hervorgegangen ist, wird dagegen nur im privaten Rahmen und im Papiamento-Unterricht in der Schule gesprochen (alle anderen Fächer werden auf Dutch unterrichtet). Die Bedeutung des Spanischen resultiert aus der Nähe zu Venezuela. Ungefähr 15% der ca. 110.000 Einwohner von Aruba stammen aus den spanisch-sprechenden Regionen von Südamerika. Der Grund für die starke (und zunehmende) Bedeutung des Englischen liegt im Tourismus. Aruba bekommt über 1 Million Touristen pro Jahr. Der größte Teil davon US-Amerikaner. Diese Tatsache hat dazu geführt, dass sich der Tourismussektor von Aruba stark den Wünschen amerikanischer Besucher angepasst hat. Unsere Unterkunft hat eine voll ausgestattete Küche im amerikanischen Stil mit Eiswürfelbereiter, Mixer und Co und allem, was der Amerikaner so erwartet und am Pool wird alles geboten, was das amerikanische Entertainment-Herz begehrt – von Bingo bis Wassergymnastik ist alles dabei. (Zum Glück ist die Anlage sehr weitläufig und es finden sich für den weniger motivierten Europäer auch noch ausreichend ruhige Plätze in weiter Entfernung vom Geschehen und am Strand. :-))
Auf der anderen Seite verhindert der holländische Einfluss zum Glück eine vollständige Amerikanisierung der Insel. Vor allem in der Hauptstadt Oranjestad ist das holländische Erbe nicht zu übersehen. Bunte Häuschen und niederländische Straßennamen…
…und eine kleine „Festung“ aus dem Jahr 1798 – das älteste Gebäude der Niederländer auf der Insel, in dem heute das historische Museum untergebracht ist. Und eine niedliche kleine, speziell für Touristen angelegte Straßenbahn, die ein paar Meter durch das Stadtzentrum fährt…
Außerdem eine bunte Mischung aus lokalen und holländischen (und natürlich amerikanischen) Lebensmitteln im Supermarkt. Und – das wichtigste niederländische Erbe überhaupt – zahlreiche Läden, Imbisse und Restaurants mit holländischen Pfannkuchen und Poffertjes. Quasi der Pfannkuchenhimmel. Ich liebe es. 🙂























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