Ich finde es ja immer ganz interessant zu sehen, wie so die ganz banalen, alltäglichen Dinge des Lebens in anderen Ländern im Vergleich zu Zuhause funktionieren… Supermarktbesuche, Restaurants, der öffentliche Nahverkehr oder eben auch das Autofahren.
Vorab muss man sagen, dass es in Japan dank eines hervorragend ausgebauten Eisenbahnnetzes möglich ist, nahezu jedes Ziel ohne Probleme und – mithilfe des Hochgeschwindigkeitszugs Shinkansen – oft auch deutlich schneller als mit dem Auto zu erreichen. Allerdings hat so eine Fahrt mit dem Shinkansen auch seinen Preis und bei 6 Personen ist das Auto dann doch die ‚günstigere‘ (und angesichts von kiloweise Gepäck auch bequemere) Alternative.
Nun hat Japan ein absolut einwandfreies Autobahn-/Straßennetz, so dass Autofahren hier an sich völlig unproblematisch ist. Vielleicht gab es zu Beginn -neben der Tatsache, dass in Japan Linksverkehr gilt- maximal diese eine kleine Herausforderung…. das Navigationssystem ist auf Japanisch…

Aber dank Übersetzer-App war auch das irgendwie hinzubekommen und auf den Straßenschildern finden sich (in den meisten Fällen!) die Ortsnamen auch in lateinischen Buchstaben, so dass im Notfall das Handy-Navi weiterhelfen konnte.

Die Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn liegt in den meisten Fällen bei 100 km/h – auf den größeren Expressways über längere Strecken auch mal 120, auf den kleineren gern auch mal nur 80. Da hat man auch viel mehr Zeit, sich die Natur und die Städte drumherum anzusehen. 🙂 Apropos Natur… ich weiß nicht, wie es euch geht und wie eure Vorstellung, von der Landschaft Japans so ist, aber ich fand es erstaunlich grün und erstaunlich bergig. Mitunter sieht man kilometerweit neben Reisfeldern nur bewaldete Berge. Sehr, sehr schön.

Tanken ist ziemlich einfach. Es gibt nur drei Sorten zur Auswahl, die auch sehr tankkundenfreundlich in drei einfachen Farben gekennzeichnet sind. ‚Grün‘ für Diesel, ‚Rot‘ für Normalbenzin und ‚Gelb‘ für Benzin mit hoher Oktanzahl. Kreditkarte rein… Auswahl ob man volltanken möchte oder Wahl einer bestimmten Literzahl… farblich passender Tankrüssel ins Auto… der entsprechende Betrag wird abgebucht. Quittung. Fertig.

Im Übrigen hat Japan auf den Autobahnen ein Mautsystem mit – im Vergleich zu Frankreich beispielsweise oder auch den Vignette-Preisen in Österreich und Schweiz – durchaus hohen Preisen. Eine Strecke von ca. 250km kostet dann gern mal um die 60 Euro. An den meisten Mautstellen kann man problemlos mit Kreditkarte bezahlen. Aber eben nur an den meisten… also besser ein paar Tausend Yen immer dabei haben. 🙂


Auch Brücken oder Schnellstraßen in größeren Städten wie Osaka beispielsweise sind im übrigen mautpflichtig. Da sollte man sich lieber nicht verfahren und dieselbe Brücke zweimal nehmen müssen. (Nicht dass das vorgekommen wäre. ;-))






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