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Touristen im Nebel

Touristen im Nebel

Der Regen hatte über Nacht tatsächlich nachgelassen und so beschlossen wir, uns Richtung Cape Breton Highlands National Park aufzumachen, um den berühmten Skyline Trail entlang zu wandern. Zwar war die Aussicht, als wir aufbrachen dank dichten Nebels eher bescheiden, aber wir gingen fest davon aus, dass es bis zu unserer Ankunft am Trail mit Sicherheit aufklaren würde und überhaupt sammelt sich der Nebel ja im Tal und oben in den Bergen herrscht bestimmt strahlender Sonnenschein.

Schon bei dem Weg, der von unserer Unterkunft in Inverness (denen, die schon einmal in Schottland waren, wird der Name bekannt vorkommen… nicht umsonst heißt die Provinz hier ‚Neuschottland‘) bis zum Nationalpark führt, soll es sich als Teil des Cabot Trails um eine besonders malerische Strecke entlang der Küste des Sankt-Lorenz-Golfs handeln. Aufgrund des undurchdringlichen Nebels können wir das leider weder bestätigen noch verneinen. 😉 Eigentlich wollten wir noch kurz in Chéticamp halten – einer kleinen französischen Enklave entlang des Weges inmitten des deutlich schottisch und gälisch geprägten Cape Breton Island. Aber auch da… man sah keine 50 Meter weit und so nahmen wir uns vor, die Besichtigung von Chéticamp auf den Rückweg zu verschieben.

Nun waren es von Chéticamp aus noch etwa 15km bis zum Skyline Trail und so langsam machten sich erste Zweifel bezüglich des spontanen Aufreißens der Wolken und der grundlegenden Verbesserung der Sichtverhältnisse breit. Aber egal! Wir würden den Skyline Trail wandern. Schließlich regnete es nicht und die Temperatur war eigentlich auch ganz angenehm.

Nun, machen wir es kurz… es klarte nicht auf. Im Gegenteil. Je weiter wir nach oben und in den Park hinein fuhren, um so dichter schienen Wolken und Nebel zu werden. (Auch wenn man das zum Zeitpunkt des Losfahrens gar nicht für möglich gehalten hatte. :-D)

Einschlägigen Quellen und Fotos aus dem Internet nach zu urteilen, soll es am Ende des Skyline Trails eine wunderschöne Aussicht auf das Meer und den Sankt-Lorenz-Golf geben. Besonders auch die steilabfallenden Klippen sollen sehr beeindruckend sein. Bei schönem Wetter soll das dann in etwa so aussehen (Quelle: google):

In unserem Fall war das Bild ein winziges bisschen anders und die beiden auf den Bildern ersichtlichen Abschnitte des Skyline Trails stellten sich folgendermaßen dar:

Auch irgendwie schön. Aber anders. 😀

Es war wirklich eine schöne Strecke durch unberührte Natur mit vielen Bäumen und Büschen in einem Teil und einer Art Heidelandschaft in einem anderen. Und (eventuell aufgrund der Wetterlage, aber da bin ich nicht ganz sicher) außer uns waren auch nur sehr wenige Touristen unterwegs. Aber ich denke, wir werden doch noch einmal wiederkommen müssen, um das Ganze bei schönem Wetter zu erleben.

Ganz zum Ende des etwas mehr als zwei Stunden langen Wanderwegs wollte die Natur uns dann vielleicht ein klein wenig für die Wetterlage entschädigen und schickte doch tatsächlich einen kleinen Bären gleich neben dem Weg vorbei. Was für eine Freude. ❤

Auf dem Rückweg klarte es dann im übrigen wirklich noch ein wenig auf und so machten wir zum einen noch einen kurzen Stopp am Meer…

…und zum anderen natürlich wie geplant in Chéticamp – ein winziges Örtchen mit einem kleinen Hafen, ein paar Restaurants und Geschäften und – völlig überraschend – einer im Vergleich zum Dörfchen riesigen katholischen Kirche.

Letzter Stopp des Tages war die Glenora Distillery ganz in der Nähe von Inverness. Hätten wir unseren fehlenden Reisegefährten bei uns gehabt, hätte es mit Sicherheit auch eine Führung (und Verkostung ;-)) gegeben, aber so war es zumindest ein kurzer Besuch zum Erwerb des einen oder anderen Mitbringsels. 🙂

2 Antworten zu „Touristen im Nebel”.

  1. Avatar von klausklammer
    klausklammer

    Cheers🥃 und auf besseres Wetter!

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  2. Avatar von Lioba
    Lioba

    Ich freue mich wieder, ein wenig mit Euch die weiter Welt kennenlernen zu dürfen. Und mal ganz ehrlich: die tollen Google-Fotos kann ja jeder. Authentische nebelverwuschelte Bilder haben doch auch was ;). Ich wünsche Euch eine wunderbare Reise, eine tolle Zeit und ich drücke ganz fest die Daumen, dass das fehlende Reisemitglied für den Rest des Urlaubs doch noch mit dabei sein kann. Liebe Grüße aus Köln

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