Hin und wieder, wenn ich wieder einmal zu viel nachdenke, habe ich diese diffuse Angst. Die Sorge, dass es vielleicht so etwas wie einen Ausgleich von Glück und Unglück im Leben für jeden geben muss. Dass niemand auf Dauer ungetrübt glücklich sein kann, weil zwangsläufig als Ergebnis irgendeines Weltgesetzes etwas Trauriges alles wieder ins Gleichgewicht bringt. Und bei all diesem unbeschreiblichen Glück, was mir zu teil wird, muss es da nicht ein großes Unglück sein, dass da auf mich wartet?
Dabei gibt es in meiner Vorstellung nur ein wirkliches Unglück. Die Menschen, die ich liebe, sind mein Leben. Mein Lebensglück ist es, sie glücklich zu sehen, mit ihnen zu sein, ihr Leben mit ihnen teilen zu dürfen. Dass ihnen etwas zustößt, ist die eine, große Angst, die ich habe.


Zweimal hat das Leben bisher dieses Zeichen gesetzt, dass es keine Sicherheit oder Garantie für irgendetwas gibt. Dass jedes Lebenskonstrukt am Ende auf Sand gebaut ist. Dass sich alles in Sekunden ändern kann. Und nun zum dritten Mal… ohne Vorwarnung. Aus dem Nichts. Das Gefühl, wenn die Nachricht kommt, lässt sich mit nichts vergleichen. Aber wenn man dann, wie bei diesem dritten Mal, doch knapp am Unglück vorbeischrammt, dann ist das für mich vor allem Eines: die eindringliche Bestätigung und Aufforderung, aus der Zeit, die wir hier alle haben, das allerbeste zumachen und jeden guten Moment in tiefsten Zügen zu genießen.

Und deswegen haben wir genau das gemacht… 🙂 In sechs Wochen in Heidelberg – die meisten Tage davon mit wunderschönstem Wetter – hatten wir reichlich Gelegenheit…
….die Stadt zu erkunden. Und Heidelberg ist wirklich eine sehr schöne Stadt mit viel Grün, dem Neckar und dem alten Schloss über der Stadt.








…Spaziergänge und Ausflüge in die Umgebung zu unternehmen.



…den Friedhof zu besuchen, auf dem so berühmte Menschen wie Friedrich Ebert oder Hilde Domin begraben sind. Und auch den Zoo… aber das ist eine Geschichte für sich. Für die unter euch, die dann und wann mit der guten Fee bei einem kleinen Glas zusammensitzen, fragt sie doch mal danach. 😉



Zumindest eine von uns hatte außerdem die Möglichkeit von den unterschiedlichsten In-house-Angeboten zu profitieren. Manches davon war vielleicht jetzt nicht für jeden das Richtige, aber man kann nicht sagen, es hätte keine Auswahl gegeben. 😀



Mein persönlicher Favorit war ja immer Donnerstags…. 😉


Überhaupt war Essen und die damit verbundene Erkundung der meisten Restaurants, Cafés und Kneipen ein elementarer Bestandteil unseres Heidelberger Kapitels. Wir hatten es uns zur Aufgaben gemacht, das kulinarische Potenzial von Heidelberg und Umgebung in seiner ganzen Fülle und Vielseitigkeit umfassend auszuloten. Das war nicht leicht! Aber wir haben uns der Aufgabe tapfer gestellt und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. 😀 Falls also jemand Restaurantempfehlungen für Heidelberg braucht (und wir dem Drang, spontan einen kulinarischen Reiseführer für Heidelberg herauszugeben, noch nicht nachgegeben haben sollten), wendet euch vertrauensvoll an uns.












Ein Lokal haben wir tatsächlich mehrfach aufgesucht. Zum einen wegen der wunderschönen Lage hoch oben über der Stadt und zum anderen wegen des hervorragenden Essens. Außerdem haben wir während der Heidelberger Wochen eine unerklärliche Vorliebe für Johannisbeerschorle entwickelt. Und oben im Berggasthof Königstuhl gibt es die allerleckerste Johannisbeerschorle. 🙂






Und so war es doch eine schöne Zeit, trotz der Gründe, die uns dorthin gebracht haben. So viele besondere Momente, so viel schöne gemeinsame Zeit, so viel Freude und Lachen. So viele Gespräche. So viel Vertrauen.
So viel Liebe! ❤








„Es gibt nur
ein einziges
Gegengewicht
gegen Unglück:
das muss man
suchen
und finden
und das ist Glück.“
Erich Fried







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