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Kurztrip ins Paradies

Kurztrip ins Paradies

Wenn alles so läuft, wie er es sich vorgestellt hat, zieht unser letztes, „kleinstes“ Musketier am 1. August aus, um seine Ausbildung in einer anderen Stadt anzufangen. Damit endet für uns schon irgendwie ein unglaubliches Kapitel nach fast 22 Jahren mit unseren Kindern im Haus. 🙂

Nun sind zum Glück alle drei nicht allzu weit weg, so dass man sich sehr regelmäßig sehen und besuchen kann, aber es ist doch eine Zäsur. Und zu diesem Anlass wollten wir mit Nummer 3 noch ein paar Tage wegfahren. Irgendwas Besonderes, Ausgefallenes, etwas aus meiner Lieblingskategorie „da wollte ich immer schon mal hin“. Die anderen beiden waren Herren waren leider mit Arbeit oder Prüfungsvorbereitungen im Studium beschäftigt und so plante ich ein paar Tage im Juli zu dritt. Doch dann gab der Zufall mal wieder sein Bestes… Musketier #1 bekam ein paar Urlaubstage, die genau in die Lücke zwischen den Abschlussprüfungen bei #3 passten. Es war ein sehr kleines Fenster von nur 6 Tagen und es blieb nur etwas mehr als eine Woche zur Vorbereitung, aber spontan ist ja manchmal am besten…. Blieb nur die Frage, wohin? Bei 6 Tagen fallen zwar einige sehr weit entfernte Ziele raus, aber diese „da wollte ich immer schon mal hin Liste“ ist lang. 🙂 Das Rund-um-sorglos-Paket sollte es sein. Im Warmen. Am Meer. Mit Sonnengarantie. Wo man sich einfach um gar nichts kümmern muss. Als diese Reisezielbeschreibung feststand und die Reise ja einen ganzen Monat früher als geplant stattfinden würde, entschied auch Musketier Nummer 2, dass man für die Prüfungen doch eigentlich auch ganz gut vor Ort lernen könnte. Und um das Glück perfekt zu machen, konnten es auch die beiden wunderschönen Mädchen unserer großen Jungs möglich machen, mitzukommen. Damit kam allerdings noch ein weiterer unbedeutender Faktor bei der Reisezielentscheidung hinzu: die Flüge mussten halbwegs bezahlbar sein. Dafür braucht es am besten einen Ort, bei dem gerade Nebensaison ist. Und wie der Zufall so will, treffen alle Kriterien auf einen gewissen Inselstaat im Indischen Ozean zu. Unendliche Sandstrände, Korallenriffe, glasklares Meer. Temperaturen um die 30 Grad. Das wahr gewordene Traumurlaubsziel: die Malediven. (Auch wenn ich natürlich fest davon überzeugt bin, dass alle fast genau so gern mitgekommen wären, wäre das eine Reise an die Ostsee geworden, so hat doch möglicherweise das Reiseziel einen winzigen Beitrag zur spontanen Mitkomm-Entscheidung bei allen geleistet. :-D)

Und so wurde aus der kleinen Reise zu dritt ein ganz besonderer, sehr spontaner Lebensabschnittsende-Erinnerungs-Kurzurlaub zu siebt. ❤

Nun gehöre ich, wie ihr wisst, im Gegensatz zur restlichen Reisegruppe, nicht zum Urlaubstyp ‚Sonnenanbeter‘ und ‚Dauerstrandlieger‘, aber angesichts dieses Anlasses, der kurzen verfügbaren Zeit und der Aufregungen der ersten Monate dieses Jahres, war das genau die richtige Art Urlaub.

Auf den Malediven ist aktuell Monsunzeit. Und das hat neben der Tatsache, dass die Flugpreise nur einen Bruchteil von denen in der Hauptsaison betragen, eine ganze Reihe an weiteren positiven Effekten: 1) Es herrscht dauerhaft ein angenehmer Wind. Und es gibt keine drückende Hitze. 2) Alle zwei oder drei Tage regnet es mal. Immer nur für wenige Minuten, aber dann durchaus heftig, was kurzfristig für sehr angenehme Abkühlung sorgt. Danach scheint wieder die Sonne, als wäre nix gewesen. Und 3) Es befinden sich viel weniger Touristen auf den kleinen Atollen, so dass man Strand, Pool, Restaurant etc. fast für sich allein hat.

Was soll ich euch erzählen… die kleine Insel, die wir uns ausgesucht hatten, gehört zu den wunderschönsten Orten, die ich auf dieser Welt bisher gesehen habe. Ich könnte euch jetzt vieles beschreiben, von den Palmen, den Tausenden von Fischen, die man beim Schnorcheln sehen kann, von Wassertrampolinen und Bananenbooten, von Cocktails beim Sonnenuntergang am Strand, von Beachvolleyball, Boule, Riesenschach und Fußbillard, von dem kleinen Shuttlebus, der einen von der kleinen Beachvilla abholt und zum Restaurant fährt – eine Strecke, die man in etwa 4 Minuten zu Fuß bewältigen könnte, aber wenn es doch einen Bus gibt… – von Leguanen, Reihern und Graupapageien, von der kleinen Wasserschale mit der Kelle vor jedem Eingang, damit man sich den Sand von den Füßen spülen kann, bevor man hinein geht, vom Flughafenterminal in Male unter freiem Himmel und dem Wassertaxi, das einen zur jeweiligen Insel bringt, vom Unterwasserrestaurant, den Köstlichkeiten aus aller Welt beim Buffet, von langen Spieleabenden bis wir die letzten im Restaurant waren, von der Villa auf Stelzen im Wasser, von der man direkt aus dem Schlafzimmer ins Meer springen kann (bei Ebbe angesichts der Korallen vielleicht ein bisschen vorsichtiger ;-)), von der Popcornmaschine, dem Bierkühlschrank, dem Wasserpolo und der Schaumparty im Pool, der Feuershow der Barkeeper und vielleicht auch noch von dem unglaublichen Ausblick, den man schon vom Flugzeug aus auf die unzähligen Atolle hat, wie Farbkleckse in der endlosen Weite des Indischen Ozeans. Aber ich denke, ich lasse euch stattdessen einfach ein paar Fotos da, damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt.

Es waren ein paar wundervolle Tage. Und was für ein unbeschreibliches Glück, dass alle mitgekommen sind. Ich habe die wunderbarsten Menschen in meinem Leben. Ich bin dankbar und sehr glücklich. ❤

2 Antworten zu „Kurztrip ins Paradies“

  1. Avatar von Renate Lehmann
    Renate Lehmann

    Mittsommerabend auf dem Balkon und dann Deinen Bericht von Eurer sehr besonderen “Kurzreise” lesen – das erzeugt ein echtes Gänsehaut-Gefühl! Danke, liebe Anja, wir freuen uns mit Dir über dieses große Glück, besonders nach dem Schockerlebnis vor wenigen Monaten. Ganz liebe Grüße aus Dresden, Renate und Hanne

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  2. Avatar von Lioba
    Lioba

    So schööön 😍 – sowohl das Geschriebene als auch die Bilder. Ich freue mich wirklich sehr für Dich, dass Du so tolle Erlebnisse und Momente mit Deinen Lieben erleben kannst. 🫶

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