Antigua liegt auf etwa 1.500 Meter Höhe im und war für etwas mehr als 200 Jahre von 1543 bis 1773 die (dritte) Hauptstadt von Guatemala. Aus dieser Zeit stammt auch ein großer Teil der spanisch-beeinflussten Barockarchitektur der Stadt, die Antigua auch zu einem Unesco-Weltkulturerbe gemacht hat. 😉
Die Stadt wurde als spanische Kolonialstadt auf dem Reißbrett entworfen – Straßen von Nord nach Süd und von Ost nach West, mit einem zentralen Platz in der Mitte und die wichtigsten Kirchen und Regierungsgebäude an diesem Platz angrenzend.



Die Stadt liegt in einem seismisch aktiven Gebiet und wird regelmäßig von Erdbeben getroffen. Nach mehreren kleineren Beben zerstörte das Santa Marta Erdbeben in 1773 einen sehr großen Teil der Stadt, so dass beschlossen wurde, die Hauptstadt nach Guatemala City zu verlegen. Damit blieb ein großer Teil der Kolonialarchitektur in Antigua erhalten. Allerdings beschädigten oder zerstörten weitere Beben vor allem 1917/1918 und 1963 eine Vielzahl von Gebäuden, so dass an vielen Stellen nur noch Fassaden oder Ruinen stehen.






Heute hat die Stadt etwa 35.000 Einwohner und ist ein klassischer aber sehr hübscher Touristenort mit Kopfsteinpflastergassen (auf denen sich deutlich besser spazieren als fahren lässt ;-)) und unzähligen Souvenirläden,…





…der sich hervorragend im Rahmen eines gemächlichen (es ist zwar ein weniger kühler hier oben aber immer noch sehr gut warm) Stadtrundgangs erkunden lässt. Einige der Gebäude und vor allem Kirchen wurden sehr liebevoll restauriert. Manche nur zum Teil – aber auch bei diesen scheinen sich die nicht-wiederhergestellten Abschnitte oft nahtlos einzufügen, als würde es genau so dazugehören.






So wurde zum Beispiel ein ehemaliges Dominikanerkloster mittlerweile zu einem sehr hübschen Hotel umfunktioniert…



Hauptfortbewegungsmittel scheint hier übrigens der Motorroller zu sein. 😉 Obwohl die Tuktuks hier definitiv mindestens so gut in Schuss sind wie die in Flores. 😀


Viele der Läden und Restaurants wirken von der Straße aus völlig winzig und unscheinbar, aber wenn man hineinschaut, gehen sie oft weit hinein und haben meist mehrere Hinterhöfe oder Terrassen. Wirklich hübsch. 🙂





Sogar typisch amerikanische Läden wie McDonald’s, Starbucks oder Wendy’s fügen sich hier nahtlos in den Antigua-Baustil-Charme ein. 🙂

Antigua ist von mehreren Bergen umgeben. Auf einem von diesem wurde ein „klassischer“ Stadtpark angelegt, von dem aus man einen sehr schönen Blick über die Stadt hat, sobald man den Anstieg erstmal geschafft hat.







Zur Stärkung gab es neben mexikanisch beeinflussten Leckereien auch besondere Maya-Spezialiäten. Das war alles sehr lecker.



Für Antigua haben wir wieder ein wirklich zauberhaftes Hotel gefunden… Hier wird es sich sehr gut erholen lassen und das werden wir nach morgen auch brauchen…







Einer der Hauptgründe, warum Antigua solch eine Touristenhochburg ist, ist der Volcán de Fuego. Der Fuego ist ein aktiver Vulkan, der sehr regelmäßig alle paar Minuten ausbricht. Vom Acatenango aus, einem weiteren fast 4.000 Meter hohen Vulkan direkt bei Antigua, der 1972 zuletzt ausgebrochen ist, lässt sich der Fuego hervorragend beobachten. Und für Wanderungen zu eben diesem Acatenango ist Antigua der traditionelle Ausgangspunkt. Und genau dafür sind auch wir nach Antigua gekommen…





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