Obwohl die Grenze zu Ungarn auch gleichzeitig die Grenze zu den Schengenstaaten darstellt und wir uns, was die Wartezeit angeht, schon auf alles gefasst gemacht hatten, war die Kontrolle in wenigen Minuten erledigt. Auch unser Wohnmobil stellte nichts Besonderes mehr dar (eigentlich schon fast schade :-)). Und so haben wir bereits gestern unerwartet schnell Ungarn erreicht. Und damit das Land, in dem ich, wenn die Kinder fragen, wo wir heute Station machen, verlegen lächelnd auf die Karte zeige, statt den Ort vorzulesen.

Nach den vielen Ausflügen der letzten Tage hatten wir uns wieder einen Tag ‚Pause‘ verdient. Und da es das Wetter mit 35 Grad und Dauersonnenschein wieder mehr als gut mit uns gemeint hat und der Campingplatz zufällig genau an einem Wasserpark lag, ging es heute nochmal ins Freibad. 🙂

Während der bisherigen Reise haben wir kleine, familiäre Campingplätze lieben gelernt. Der Campingplatz in Hajduszoboszlo dagegen hat um die 400 Stellplätze. Alles ist streng geregelt und organisiert und gerade jetzt im Sommer eher auf ‚Massenabfertigung‘ ausgerichtet. Kurzum es fehlt die persönliche Note und auch die Gemütlichkeit, die kleine Campingplätze ausmacht. Also entschlossen wir uns nur eine Nacht zu bleiben und stattdessen nach dem Wasserparkbesuch ein Stück weiter in Richtung unseres nächsten Ausflugsziels zu fahren. In Szilvasvarad haben wir noch ein Plätzchen auf einem wunderhübschen Mini-Campingplatz gefunden. Eigentlich ist es lediglich der Garten zu einem Wohnhaus, den eine Familie hier mit ein paar Strom- und Wasseranschlüssen ausgestattet und schließlich mit dem Schild ‚Camping‘ versehen hat. Vielleicht eine Geschäftsidee für unseren Garten zuhause…?! ;-

Für morgen ist Regen angekündigt. Gut, dass wir vorhaben, uns morgen vorwiegend unter der Erde aufzuhalten. 😉

PS. Sehr gern hätte ich euch noch ein Foto von dem unfassbar leckeren ungarischen Baumkuchen (Kürtöskalacs) gezeigt, den wir heute gegessen haben, aber die Kinder haben in einem kurzen Moment, den ich unaufmerksam gewesen sein muss, den gesamten Kuchen vernichtet. Ich hoffe, es findet sich noch mehr davon, wenn wir in Budapest Station machen. Dann hole ich auch das Foto nach. 🙂

3 Antworten zu „Tag 15: Das Land der unaussprechlichen Städtenamen”.

  1. Avatar von Thomas Mais

    Ich muss an dieser Stelle Anja mal ein RIESEN Kompliment aussprechen wie sie diesen Block in so netten Worten schreibt und diese Reise so toll geplant hat. Von mir aus könntet ihr noch 2-3 Wochen länger unterwegs sein, damit noch mehr so tolle Berichte zu lesen sind, obwohl ich mich natürlich schon mega freue mit meinem Kumpel Vova ‚Redefix‘ ein schönes Bier im Schuhmacher zu trinken 😃😃 Euch weiterhin noch gaaaaanz viel Spaß und viele tolle Erlebnisse 👍🏻

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    1. Avatar von glueckaufreisen

      Vielen, vielen Dank für die lieben Worte. Freue mich auch immer riesig über die Kommentare. 🙂 ein bisschen was an Erlebnissen sollte noch kommen. Danach bekommst du die Quasselstrippe zurück 😀

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  2. Avatar von Anita Müller
    Anita Müller

    Dass das eine spannende Reise wird, war zu vermuten, aber es ist einfach toll zu lesen,wie begeistert ihr seid. Außerdem hätte ich nicht gedacht, dass sich in Rumänien so schön sanierte Gegenden befinden. Als wir (früher) mal da waren, gab es mehr traurige Anblicke. Schreib weiter. Anita

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